Ukraine-Krise
Blutige Gefechte in Donezk erschüttern Waffenruhe

Rund um die Separatistenhochburg Donezk sterben trotz der vereinbarten Waffenruhe wieder zahlreiche Menschen. Am Mittwoch waren es mindestens zehn. Vier Menschen kamen ums Leben, als eine Granate eine Schule traf.
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Donezk/KiewMit schwerem Artilleriebeschuss haben sich prorussische Separatisten und Regierungstruppen einen der blutigsten Kampftage seit Beginn der Waffenruhe vor fast vier Wochen geliefert. Mindestens zehn Menschen kamen am Mittwoch im Konfliktgebiet Ostukraine ums Leben, wie die Aufständischen und der Stadtrat von Donezk mitteilten.

Ein Geschoss habe einen Kleinbus in der Separatistenhochburg getroffen und mindestens sechs Menschen getötet, berichteten die Donezker Behörden. Die Aufständischen sprachen von acht Toten. Zudem kamen mindestens vier weitere Menschen ums Leben, als eine Granate eine Schule traf. Mindestens 40 Menschen seien mit Verletzungen durch Artilleriefeuer in ein regionales Krankenhaus eingeliefert worden, verlautete aus Ärztekreisen.

Die Leitung der ukrainischen „Anti-Terror-Operation“ berichtete von Mörserangriffen auf ihre Truppen an mehreren Orten im Konfliktgebiet. Mindestens fünf Soldaten seien verletzt worden, teilte der Sicherheitsrat in Kiew mit. Ein Zivilist wurde nach Militärangaben in der Nacht getötet.

Die Parlamentarische Versammlung des Europarates wollte in Straßburg über den Ukraine-Konflikt beraten - wegen eines Streits über die Annexion der Halbinsel Krim ohne Abgeordnete aus Russland. Die Versammlung hatte den 18 Volksvertretern aus Moskau im April wegen der Einverleibung der Schwarzmeerhalbinsel das Stimmrecht entzogen. Die russische Delegation verließ deshalb aus Protest die Versammlung. Damals hatte das Gremium Moskau aufgefordert, die Annexion rückgängig zu machen.

Im Streit mit Moskau um ein Handelsabkommen zwischen Brüssel und Kiew warnte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso Kremlchef Wladimir Putin vor Strafmaßnahmen gegen die Ukraine. Es verstoße gegen Abmachungen mit der EU, wenn Russland - wie in einem Dekret vorgeschlagen - Handelsbarrieren zulasten der Ukraine einrichte, schrieb Barroso an Putin. Er forderte Russland dazu auf, dies nicht zu tun.

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  • @ Vittorio:
    Ja, bitte achten Sie auf die Rhetorik... denn daran erkennt man dass Sie eher weniger differenzieren und es für Sie in diesem Konflikt wahrscheinlich auch nur eine verantwortliche Seite gibt, eher unabhängig davon wie die Fakten liegen. Sollte ich damit falsch liegen, so korrigieren Sie mich doch bitte.

    Übrigens... woher haben Sie Ihr Fachwissen über "Atombunker" aus Zeiten des 2 Weltkrieges unter dem Donetzker Flughafen? Das würde mich ja jetzt sehr interessieren... dass Atomschutzbunker notwendig werden dürfte meines Wissens nach frühestens mit Einsatz der ersten Atombombe ein Thema geworden sein...

  • Der Flughafen in Donetzk ist nach wie vor von der Junta besetzt...obwohl man im Waffenstillstandsabkommen eine Pufferzone von 30 km vereinbart hat.

    Die Junta verläßt den Flughafen aber nicht und ballert aus allen Kanonen auf die Zivilbevölkerung der Stadt.

    Man kann diese Söldner auch nicht ohne weiteres ausräuchern, zumal das Flughafengebiet noch aus dem Zweiten Weltkrieg mit unterirdischem Netz von Atomschutzbunkern versehen ist.

    Die Junta will da wohl überwintern...Proviant soll genügend vorhanden sein.

    Donetzk hat damit ein Problem.

  • Weder Jazenuk noch Poroschenko konnten die Ukraine von einem Blutbad emanzipieren, das macht beide zu Kriegsverbrechern im völkerrechtlichen Sinn.

    Das sollte eigtl in Kiew klar sein.

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