Ukraine-Krise
Gewalt in Ostukraine eskaliert vor Minsker Gipfel

Einen Tag vor dem Gipfel in Minsk steigt die Gewalt in der Ukraine erneut. Kiew startete im Süden eine Offensive gegen die Separatisten. Das militärische Hauptquartier der Regierungstruppen geriet unter Raketenbeschuss.
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Kiew/MoskauEinen Tag vor dem geplanten Ukraine-Krisengipfel hat sich der Konflikt weiter verschärft. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko sagte am Dienstag, das Militärhauptquartier sowie ein Wohngebiet in Kramatorsk im Osten der Ukraine seien mit Raketen beschossen worden. Offiziellen Angaben zufolge wurden dabei mindestens fünf Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt.

In der Nähe der strategisch wichtigen Hafenstadt Mariupol begann das ukrainische Militär eine Offensive gegen die prorussischen Separatisten. Die Führung in Moskau demonstrierte mit erneuten Manövern auf der annektierten Halbinsel Krim und im Süden Russlands militärische Stärke. Präsident Wladimir Putin bekräftigte, Russland werde sich in der Ukraine-Krise dem Druck des Westens nicht beugen.

Putin, Poroschenko sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Francois Hollande wollten am Mittwoch im weißrussischen Minsk einen Waffenstillstand zwischen ukrainischer Armee und Separatisten ausloten. Wenn der Krisengipfel scheitert, muss sich Russland auf weitere Sanktionen gefasst machen. US-Präsident Barack Obama prüft zudem die Option von Waffenlieferungen an die Ukraine.

Die Raketen auf das Wohngebiet in Kramatorsk und das Hauptquartier seien aus dem von Rebellen kontrollierten Gebiet bei Horliwka gekommen, erklärten ukrainische Regionalvertreter. Neben den Toten habe es mindestens 26 Verletzte gegeben. Ein Reuters-Augenzeuge berichtete, er habe nach dem Einschlag einer Rakete in einem Wohngebiet mit mehrstöckigen Gebäuden eine tote Frau gesehen. Ein Kind, das bei ihr gewesen sei, sei verletzt worden. Kramatorsk liegt rund 50 Kilometer von der Frontlinie entfernt, wo die Gefechte zwischen Regierungseinheiten und Rebellen eskaliert sind. Die Separatisten wiesen die Verantwortung für den Angriff auf Kramatorsk umgehend von sich.

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  • Frau Steer, ich rate ihnen erst einmal einigermassen Deutsch zu schreiben und trotz dem nicht über Frau Merkel her zu fahren! Angela Merkel bemüht sich nach kräften um eine politische Lösung. Das ist meine Meinung aus der Schweiz.

  • Friede ist so gut wie ausgeschlossen
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    Da können noch so viele Friedensgespräche in Minsk oder sonstwo abgehalten werden, es wird zu keinem Frieden kommen.
    Die Separatisten wollen Fakten schaffen und Mariupol sturmreif schießen.
    Die Regierungstruppen wollen das mit verstärkten Angriffen verhindern.

    Einen Tag vor dem geplanten Ukraine-Krisengipfel hat sich der Konflikt weiter verschärft. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko sagte am Dienstag, das Militärhauptquartier sowie ein Wohngebiet in Kramatorsk im Osten der Ukraine seien mit Raketen beschossen worden.

    Warlord Putin demonstriert auf der von ihm annektierten Krim mit einem Militärmanöver Stärke.
    Auch der Kampf um die strategisch wichtige Stadt Debalzewe hat sich verschärft. Die Separatisten behaupten, die habe die Stadt komplett eingeschlossen.

    Ein Separatisten-Kommandeur vor Ort sagte, die Rebellen würden einem Waffenstillstand nicht zustimmen.

  • Ich wünsche mir einfach das kein einziger Europäer für die feuchten Träume und das komplette politische Versagen der USA und ihrer Marionetten sterben muss.

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