Ukraine-Krise
Chodorkowski tadelt den Westen

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„In jeder Hinsicht ein autoritärer Staat“

Dass Russland nicht zu Europa gehöre, sei „eine Lüge derjenigen, die das Land ein Leben lang beherrschen wollen, die auf Gesetz und Justiz spucken“. In Wirklichkeit sei Russland "sowohl geografisch als auch kulturell" ein Teil Europas, sagte Chodorkowski.

Als Chef des inzwischen zerschlagenen Ölkonzerns Yukos war Chodorkowski 2003 festgenommen und später wegen Betrugs und Steuerhinterziehung zu jahrelanger Lagerhaft verurteilt worden. Die Prozesse gegen Chodorkowski wurden vom Westen als politisch motiviert kritisiert. Nach seiner Begnadigung reiste er zunächst nach Berlin aus, bevor er in der Schweiz eine Aufenthaltserlaubnis erhielt und schließlich seinen Lebensmittelpunkt dorthin verlegte.

Im Gegenzug für seine Freilassung musste Chodorkowski faktisch versprechen, sich aus der russischen Politik heauszuhalten. Eine offizielle Reaktion des Kreml auf die Gründung von "Offenes Russland" gab es zunächst nicht. „Ich denke, er wird verärgert sein“, sagte Chodorkowski über Putins mutmaßliche Reaktion. An der dreistündigen Gründungszeremonie nahmen unter anderem der exilierte Ökonom Sergej Gurijew, der nach London geflüchtete Unternehmer Jewgeni Tschitschwarkin und der frühere Vize-Finanzminister Sergej Alexaschenko teil.

Das politische Comeback des Putin-Rivalen Chodorkowski spielte in den in Russland alles dominierenden Staatsmedien praktisch keine Rolle. Aktivisten aus den Städten Nischni Nowgorod und Jaroslawl sollen an der Reise zur Gründungszeremonie nach Paris gehindert worden sein. Nach Angaben einer Sprecherin von Chodorkowski wurde die Seite www.openrussia.org mit so genannte DDoS-Attacken zeitweilig gehackt.
Ein düsteres Bild der politischen Lage in Russland zeichnet das Auswärtige Amt in einer internen Analyse, aus der der „Spiegel“ zitiert. Das Land habe sich „unter Staatspräsident Putin zu einem fast in jeder Hinsicht autoritären Staat entwickelt“. Große Teile der Mittelschicht und der Eliten trügen die Zustände mit, weil sie „wirtschaftlich vom existierenden System profitieren bzw. abhängig sind“.

Kommentare zu " Ukraine-Krise: Chodorkowski tadelt den Westen "

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  • " „Wenn ein Land souverän ist, dann soll es selbst entscheiden, welchen Weg es geht.“"

    Ein schöner Unsinn den uns die Sprechpuppen amerikenischer Neocon-Strategen wie Chordokowski oder auch unser Bundeskriegspfarrer und Oberhurrapatriot Gauck hier auftischen, um uns ihre US-Stellvertreterkriege zu verkaufen! Diese Art Souveränität, ist eine Souveränitet des großen Geldes, mit dem man für 5 Milliarden Dollar Umstürze (mit Beihilfe von Extremsisten) kauft, dann wie Frau Nuland US-hörige Ministerpräsidenten nach seinem Gutdünken installiert ("Yats is it...") und das neue gewonnene Stück Weltherrschaft mit der CIA absichert, die in Kiew ein und aus geht, als wäre es die Schweinebucht. Tolle Souveränität! Wieviele gescheiterte Staaten wollen denn die USA mit ihren Allmachtsphantasien noch produzieren?

    Aber was will man erwarten? Chordokowski als Profiteur der "Ordnung" Jelzin, die ganz im amerikanischen Sinne war, das Land paralysierte und die Menschen in die Unsouveränität der Armut trieb, während sich Leute wie Chordokowski ein souveränes Leben in Saus und Braus machten, ist ja DER Experte für Souveränität.

    Im übrigen wo wir gerade bei der Frage der Souveränität sind? Wie sieht es eigentlich in Deutschland damit aus. Eine US-hörige Regierung, die nichts dabei findet, dass diese ihre Bürger ausschnüffelt, scheint genügend Potential für den Kampf um Souveränität zu bieten, so dass man nicht in fremdem Ländern "Gutes tun" muss!

  • Der Depp will nur spielen: mit Menschenleben.
    Ein ganz ein Feiner...

  • deutlich härter vorgehen? ja will der Depp auch krieg?

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