Ukraine-Krise

Juncker fordert zusätzliche Milliarden für Kiew

Die EU hat der Ukraine bislang Zahlungshilfen in Höhe von insgesamt 1,6 Milliarden Euro versprochen. Doch die Regierung in Kiew braucht noch mehr Geld. EU-Kommissionschef Juncker appelliert an die Mitgliedstaaten.
Update: 17.12.2014 - 15:36 Uhr 21 Kommentare
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker appelliert an die Mitgliedsstaaten: Sie sollen mehr Geld für die Ukraine berappen. Quelle: AFP

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker appelliert an die Mitgliedsstaaten: Sie sollen mehr Geld für die Ukraine berappen.

(Foto: AFP)

StraßburgDie Ukraine benötigt nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds weitere 15 Milliarden Dollar, um ihre Wirtschaftskrise zu überstehen. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erklärte am Mittwoch im Europäischen Parlament, die Ukraine werde die EU wohl um weitere zwei Milliarden Euro bitten. Um das Geld aufzubringen, müssten allerdings die Mitgliedstaaten einspringen, da das Budget der EU-Kommission nicht ausreiche. Die Kommission habe ohnehin nur einen kleinen Spielraum für zusätzliche Finanzhilfen im kommenden Jahr, sagte Juncker. „Wenn wir diesen Spielraum komplett für die Ukraine aufbrauchen, bleibt uns nichts, um auf andere Krisen reagieren zu können, die in den kommenden zwei Jahren auf uns zukommen könnten.“

Die Bundesregierung dämpfte Erwartungen auf einen raschen Nachschlag. Regierungssprecher Steffen Seibert verwies darauf, dass die EU-Kommission im kommenden Jahr eine Geberkonferenz für die Ukraine organisieren wolle. „Generell besteht – nicht in Europa und auch nicht Berlin – kein Zweifel daran, dass die EU die Ukraine weiter unterstützen wird bei ihren Bemühungen, sich wirtschaftlich zu stabilisieren.“ Deutschland sei schon jetzt einer der größten Geber für das Land. „Für uns ist das IWF-Programm der Rahmen und Bezugspunkt.“ Es sei verfrüht, über Finanzlücken oder -beiträge zu sprechen.

In den vergangenen zwei Monaten hat die EU der Ukraine nach den Worten Junckers 760 Millionen Euro an Langfristkrediten gewährt, zusätzlich zu den 600 Millionen Euro, die bereits im Sommer flossen. Die Gemeinschaft könnte Anfang 2015 weitere 250 Millionen Euro nachschießen, wenn die Ukraine die Bedingungen erfülle, sagte Juncker.

Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk hatte die EU dringend um weitere Hilfe für sein Land gebeten. Brächten die westlichen Geberländer nicht mehr Geld auf, drohe der Ukraine der Staatsbankrott.

  • rtr
  • dpa
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21 Kommentare zu "Ukraine-Krise: Juncker fordert zusätzliche Milliarden für Kiew"

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  • "Juncker fordert zusätzliche Milliarden für Kiew"

    Eine Möglichkeit wäre, diese Milliarden aus Luxemburg zu ziehen, das er jahrelang zum Schaden anderer Länder führte.

    Ich versteh nicht wie man Juncker auf den Thron des EU-Kommissionspräsidenten setzen konnte, nachdem ihn die Luxemburger selbst gefeuert hatten.

    Was versprechen sich die EU-Abgeordneten damit? Genau das!!!

  • "...Die ukrainischen Parteien und ihre Köpfe..."

    Tolle Auflistung: Oligarchen, die Nazis von Swoboda, Radikale, eine Partei mit Kriegsverbrecherin im Vorsitz und direkt dahinter die zum Mord an Russen aufrufende Timoschenko.
    Was für eine Bande ...

  • USA liefert seit voriger Woche an Ukraine Waffen und gepanzerte Fahrzeuge. Der USA - Senat hat bereits grünes Licht für die USA Armee für einen Krieg gegen Russland gegeben. Was das bedeuten wird, sollten sich alle Leser einmal überdenken. Dieser Artikel zeigt, wohin uns die ukrainische Putschregierung führen wird.

  • USA liefert seit voriger Woche an Ukraine Waffen und gepanzerte Fahrzeuge. Der USA - Senat hat bereits grünes Licht für die USA Armee für einen Krieg gegen Russland gegeben. Was das bedeuten wird, sollten sich alle Leser einmal überdenken. Dieser Artikel zeigt, wohin uns die ukrainische Putschregierung führen wird.

  • adolf schrom
    ja klar.
    Die EU ist doch schon länger im Giff der USA
    Obama scheint ein Kriegstreiber besonderer Klasse zu sein

  • Drucken und rüber schieben, ist doch ganz einfach ;–)

  • Es ist eine Frechheit diesen Putschisten Geld zu geben
    und Herr Junker ist wohl auch von den USA gekauft der Ukraine Geld zu geben damit die Waffen kaufen und Krieg
    führen können wie durchgeknallt sind die Verantwortlichen
    Man kann es nicht glauben das die im 21 Jahrhundert möglich ist in Europa

  • Daß dieser Komiker sich nicht selbst auf die nerven geht, offenbart eine Besonderheit (wohl) aller Politiker:
    Sie verschwenden allzugern fremdes Geld in möglichst großen Mengen.

  • Merkel, EUDSSR und ihre Bilderbergmedien werden bald wie Honecker enden!

    Geht auf die Strasse!

    Wir sind das Volk!

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=24298

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/markus-gaertner/-die-politik-nimmt-uns-nicht-ernst-pegida-waechst-auf-15-.html;jsessionid=0E8D67F567284293F59EBE09147668A9

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/12/15/pegida-15-000-teilnehmer-bei-demonstration-in-dresden/

  • Obwohl der Staats-Bankrott droht, verdoppelt die Ukraine ihre Militär-Ausgaben!

    Die US-Marionettenregierung in Kiew zieht 40.000 Wehrpflichtige ein und erhöht die Militärausgaben auf 2,4 Milliarden Euro!

    Das Land ist pleite und kann seine Schulden aktuell nur mit Krediten vom EU-Steuerzahler bedienen.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/12/12/obwohl-staats-bankrott-droht-ukraine-verdoppelt-militaer-ausgaben/

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