Ukraine-Krise
Kiew droht Gläubigern mit Zahlungsausfall

Die Ukraine leidet unter den Folgen der Krim-Annexion und den Kosten des Separatisten-Aufstandes. Nun sind die Verhandlungen über eine Umschuldung ins Stocken geraten. Das Land droht Gläubigern mit Zahlungsausfall.
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KiewDas ukrainische Parlament hat die rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen, notfalls Zahlungen an ausländische Gläubiger des hochverschuldeten Landes auszusetzen. Angesichts der ins Stocken geratenen Verhandlungen über eine Umschuldung im Umfang von 23 Milliarden Dollar verabschiedeten die Abgeordneten am Dienstag ein entsprechendes Gesetz. Damit können Rückzahlungen an Gläubiger zurückgehalten werden, deren Verhalten als „gewissenlos“ eingestuft wird. Die Gläubiger müssten der Ukraine „nicht mit Worten helfen, sondern mit Dollars, oder eher mit Milliarden Dollars“, sagte Ministerpräsident Arseni Jazenjuk vor der Abstimmung.

Ein Sprecher des Gläubigerausschusses lehnte eine Stellungnahme ab. Die Gläubiger haben sich gegen einen Schuldenschnitt ausgesprochen. Das Finanzministerium kündigte unmittelbar nach Verabschiedung des Gesetzes an, es im Interesse des ukrainischen Volkes auch anzuwenden, wenn keine gemeinsame Lösung erzielt werden könne. Zugleich äußerte sich das Ministerium hoffnungsvoll, dass rasch eine Einigung mit Gläubigern gefunden werden könne, bei denen das Land mit zehn Milliarden Dollar verschuldet ist. Die Regierung strebt unter anderem eine Verlängerung der Laufzeiten ihrer Anleihen an.

Die ukrainische Wirtschaft leidet unter anderem an den Kosten des Aufstandes der Separatisten und den Folgen der Annexion der Krim durch Russland.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Ukraine-Krise: Kiew droht Gläubigern mit Zahlungsausfall"

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  • (DWN) Ukraine-Schulden: Putin verzichtet auf Bitte des IWF auf Eskalation
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    Russlands Präsident Wladimir Putin verzichtet vorerst darauf, die Ukraine mit der Fälligstellung eines Kredits in die Pleite zu treiben. Dies geschähe auf ausdrücklichen Wunsch "unserer Partner in der Ukraine und des IWF", sagte Putin in Moskau. Zugleich betonte Russland, dass damit der Rechtsanspruch auf die Kredite nicht aufgegeben werde.
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    Putin hat einfach zuviel Anstand. Die arrogante und russophobe Regierung in Kiew verdient eigentlich Null Zugeständnisse. Wären die USA von der Ukraine so gegängelt worden, wären diese Leute längst nicht mehr in der Regierung oder aber ganz sicher sanktioniert.
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    Natürlich ist die Ukraine schon längst Pleite. Viele wichtige Finanzierungen stehen aus, insbesondere in die Infrastruktur, stattdessen wird jeder Cent und jede Kopeke im unsinnigen Krieg gegen den Donbass verbrannt. So einen kostspieligen Krieg können sich weder die Ukraine noch die NATO leisten. Finanziell wie politisch.

  • Falsche Überschrift!

    Die Ukraine wandelt nur auf den Spuren Griechenlands. Griechenland droht seinen Gläubigern mit Zahlungsausfall.
    Es scheint so, dass nicht nur der Ukraine das Wasser bis zum Halse steht. Soll man die Hilfeschreie so verstehen, dass die Regierung und der Präsident am Ende sind? Das politische System befindet sich wohl schon im Zerfallsstadium. Bald haben wir syrische, irakische, libysche, afghanische, mazedonische usw. Verhältnisse. Ziel erreicht, weil deutsche Außenpolitik das gewollt, zumindest billigend in Kauf genommen hat.

  • “Die Kredite, die dem Land unter dem früheren Präsidenten Janukowitsch gewährt worden seien, seien nicht beim Volk angekommen. Daher habe die Ukraine keine Verpflichtung mehr, die Kredite zu bedienen.”
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    Damit wird der Weg frei zur Verfolgung der “Oligarchen”.
    Denn irgendwo ist das Geld ja geblieben und der ukrainische Staat wird zur TÄTIGEN UND AKTIVEN Ermittlung der Schuldigen verpflichtet sein, will er sich nicht als Schurkenstaat und Räubernest international isolieren!
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    Man sollte nicht verkennen, daß Russland, China, Indien, Afrika, BRICS-Staaten den überwiegenden Teil der GESAMTEN Menschheit ausmachen!
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    Dagegen ist diese Handvoll westlicher Ganoven ein Nichts!
    Wenn die immer noch glauben, sie könnten ungeschoren davonkommen, haben sie die Veränderung des Kräfteverhältnisses verpennt.

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