Ukraine-Krise
Kiew meldet neue russische Panzer in der Ostukraine

Trotz des Waffenstillstands haben sich im Osten der Ukraine Regierungstruppen und Separatisten auch am Freitag Kämpfe geliefert. Mehr als zwanzig russische Panzer haben nach Angaben aus Kiew die Grenze überquert.
  • 27

KiewMehr als zwanzig russische Panzer haben nach Angaben eines ukrainischen Militärsprechers die Grenze zur Ukraine überquert. Sie näherten sich der von prorussischen Separatisten besetzten Stadt Nowoasowsk südöstlich von Mariupol, teilte der Sprecher am Freitag weiter mit. Auch zehn Raketenwerfersysteme und mehrere Busse mit Kämpfern seien über die Grenze gebracht worden. Trotz der vereinbarten Waffenruhe sei in den vergangenen Tagen militärische Ausrüstung aus Russland in die Ukraine transportiert worden, fügte der Militärsprecher hinzu.

Die Küstenstadt Mariupol ist von strategisch wichtiger Bedeutung. Sie liegt zwischen der Grenze und der von Russland annektierten Krim. Bereits im vergangenen Jahr hatte die ukrainische Regierung gewarnt, die Separatisten könnten mit russischer Hilfe versuchen, eine Landverbindung zu der Halbinsel erobern

Trotz des vereinbarten Waffenstillstands haben sich im Osten der Ukraine Regierungstruppen und prorussische Separatisten auch am Freitag Kämpfe geliefert. Die Rebellen hätten in den vergangenen 24 Stunden Stellungen der Regierung 49 Mal mit Artillerie, Raketen und gepanzerten Fahrzeugen angegriffen, teilte ein Sprecher des ukrainischen Militärs mit. Dabei habe es auch einen Beschuss im Bezirk Mariupol gegeben.

Die Separatisten beschuldigten die ukrainischen Regierungstruppen ebenfalls, die Waffenruhe zu verletzen. So habe es einen Angriff auf Wohngebiete nach der Stadt Donezk gegeben habe, teilte der Nachrichtendienst der Separatisten mit. Dabei sei eine Frau getötet worden.

Die in Minsk ausgehandelte Waffenruhe sollte eigentlich seit Sonntag gelten. Die Rebellen haben danach aber den für sie wichtigen Verkehrsknotenpunkt Debalzewe erobert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Ukraine-Krise: Kiew meldet neue russische Panzer in der Ostukraine"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • So,so ,jeden Freitag meldet Kiew neue russische Panzer in der Ukraine.Ist das vielleicht eine Freitagsdemo ? Wo bleibt eigentlich die OSZE ?Sitzen die in Kiew in der Bar ?Wo bleibt die Satellitenüberwachung der NSA ?Wo die Drohnen ?Für eine seriöse Berichterstattung wäre es wohl richtig alle zu Verfügung stehenden Quellen auszuwertenDas gibt´s aber bei den "Qualitätsmedien" nicht mehr.

  • war kiew diesesmal schlauer, und hat die deztschen kennzeichen von den Panzern abgemacht? es ist schon lustig, wenn poto pausenlos die Russen antanzen sieht, was?

  • http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/36733-russische-panzer-in-ukraine-us-senator-hetzt-mit-falschen-bildern#14241907157921&if_height=9645

    http://www.mmnews.de/index.php/politik/37006-dwn-jetzt-auch-mit-falschen-russen-panzerfotos#14241909547622&if_height=4777

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%