Ukraine-Krise
Nato verstärkt die schnelle Eingreiftruppe

In der neuen Nato-Strategie spielt die Bundeswehr eine zentrale Rolle. Sie baut die „Speerspitze“ mit auf – die superschnelle Eingreiftruppe. Die Truppe soll deutlich wachsen.
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BrüsselDie Nato plant angesichts der Einmischung Russlands in den Ukraine-Konflikt eine deutliche Verstärkung ihrer schnellen Eingreiftruppe für weltweite Einsätze (NRF). Die aus Land-, Luft-, See- und Spezialkräften bestehende Truppe solle künftig rund 30.000 Soldaten umfassen, sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Donnerstag zum Auftakt eines Treffen mit den Verteidigungsministern der Bündnisstaaten in Brüssel. Er erwarte von den Ministern einen Beschluss dazu.

Der schnell einsatzbereite Teil der aktuellen Truppe besteht derzeit aus rund 13.000 Soldaten. Er soll zu einer superschnellen Eingreiftruppe mit rund 5000 Soldaten weiterentwickelt werden. Bei dem Aufbau dieser „Speerspitze“ spielt die Bundeswehr derzeit eine Schlüsselrolle.

„Wir passen unseren Kurs und unsere Kräfte an das Sicherheitsumfeld an“, kommentierte Stoltenberg mit Blick auf Russlands Einmischung in den Ukraine-Konflikt sowie die Gefahren durch Extremismus und Terrorismus.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen nannte die zu erwartenden Entscheidungen ein „Zeichen der Geschlossenheit und der Entschlossenheit“ und „wichtig für die innere Stärke der Nato“. Sie verwies dabei auch auf die geplanten Beschlüsse zum Aufbau von sechs neuen Stützpunkten in den östlichen Nato-Ländern Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien und Bulgarien. Diese sollen unter anderem als Logistik- und Koordinierungszentren für die superschnelle Eingreiftruppe dienen und auch mit deutschen Soldaten besetzt werden. „Deutschland wird sich sehr angemessen einbringen“, betonte von der Leyen.

Zur Diskussion um mögliche Waffenlieferungen von Mitgliedstaaten an die Ukraine äußerte sich die CDU-Politikerin wie Stoltenberg nicht. Im Vorfeld des Treffens hatte sie allerdings eindringlich davor gewarnt. Der kanadische Verteidigungsminister Rob Nicholson sagte, sein Land liefere bereits Militärausrüstung an die Ukraine, allerdings keine Waffen. „Es ist absolut notwendig, die Länder zu unterstützen, die die Ziele der Nato teilen“, sagte Nicholson.

Es wurde erwartet, dass das Thema Waffenlieferungen auch bei einem Besuch von US-Außenminister John Kerry in Kiew diskutiert wird, der ebenfalls für Donnerstag geplant war. Die Ukraine bittet den Westen weiter eindringlich um Waffen für den Kampf um den Donbass, doch die USA bleiben derzeit bei ihrem Nein.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Ukraine-Krise: Nato verstärkt die schnelle Eingreiftruppe"

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  • @ Herr walter danielis
    so wird es wohl sein, die US-Amerikaner schauen zu, wie wir uns hier in EU bekämpfen und wird somit in jedem Fall gewinnen. EU & Russland werden geschwächt sein und USA können deren Imperialistische Stellung in der Welt weiterhin sichern.
    Was erhofft sich unsere Madam Merkel? Was hat USA ihr versprochen, dass sie, wie ein Schoßhünchen gehorcht? Oder haben sie, durch die jahrelangen Verhören, was gegen Madam in der Hand???

  • Herr Stoltenberg

    Was hat die NATO mit der Ukraine zu tun ??????

    Polen will mit der Ukraine seine Grenze zu RU absichern, um weiter hetzen zu
    können.
    Die NATO-TRuppen würden glatt Ihr Auftrag verfehlen, aussschließlich Interessen
    eines Landes durchzusetzen.
    Angriff ist die beste Verteidigung?????? So nicht Herr Stoltenberg.

  • Das sich Deutschland - das niemand bedroht - so vor den Karren der USA und der Scharfmacher in Polen und der Ukraine spannen läßt, ist nicht nachvollziehbar.

    Was kann der Grund sein?
    - Geltungsbedürfnis der Akteure?
    - politische Fehleinschätzungen über Rußland und Putin
    - weisungsgebunden, in fremdem Auftrag und Interesse handelnd.

    Ich tippe auf Pos. 3.

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