Ukraine-Krise
Obama übt Zurückhaltung bei neuen Russland-Sanktionen

Barack Obama hat auf die Forderungen einiger US-Abgeordnete nach schärferen Sanktionen gegen Russland reagiert. Der US-Präsident machte deutlich, dass er mit der EU an einem Strang ziehen will.
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WashingtonUS-Präsident Barack Obama hat sich zurückhaltend über neue Sanktionen gegen Russland im Zuge der Ukraine-Krise geäußert und will mit der EU an einem Strang ziehen. Es sei eine Fehlkalkulation, dass die USA die Strafmaßnahmen immer weiter verschärfen könnten, bis der russische Präsident Wladimir Putin seine Politik ändere, sagte Obama am Donnerstag in Washington.

Er reagierte damit auf Forderungen einiger US-Abgeordneter nach schärferen Sanktion gegen Russland. Letztlich würden Putin und die russische Führung nur dadurch überzeugt, wenn sie sähen, dass die USA und die Europäische Union (EU) auch auf langer Strecke im Gleichschritt marschierten. „Wenn sie sehen, dass es keine Risse in der Koalition gibt, dann werden sie im Lauf der Zeit sagen, dass die Kosten für ihre Wirtschaft den strategischen Nutzen überwiegen“, sagte Obama.

Der Westen wirft Russland vor, die prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine auch militärisch zu unterstützen und das Land destabilisieren zu wollen. Russland weist die Kritik zurück. Zudem erkennt der Westen die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland nicht an.

Die bereits verhängten Sanktionen setzen der russischen Wirtschaft zu. Die Konjunktur ist eingebrochen, der Rubel erfährt einen erheblichen Kursverfall, Investoren ziehen Milliarden Dollar ab. Gegen die massive Kapitalflucht stemmt sich das Land mit immer höheren Leitzinsen. Auch der fallende Ölpreis hat ein Loch in den Haushalt des rohstoffreichen Landes gerissen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • USA verlegen schweres Kriegsgerät an die russische Grenze wie dieses Video vom 11.12.2014 zeigt! http://bit.ly/1Dm41oC

  • In Moskau lacht man sich gerade einen Ast.
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    Als eine Antwort auf die amerikanischen Sanktionen wurde 2014 nur noch knapp 18% an Getreide importiert, die Lücke über andere Länder geschlossen.1000nde amerikanischer Farmer stehen gerade vor der Pleite !!
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    Wenn das passiert steht Amerika vor einem echten Problem.

  • Frau Merkel,

    die westlich Attacke auf die Ukraine und die Sanktionen gegen Russland sind ein total unfreundliches und geradezu wahnsinniges Mittel, das nur aus der Feder einer sterbenden Weltmacht stammen kann.
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    All diese Maßnahmen haben doch keinerlei positive Wirkung für Deutschland, die EU / USA und letztlich auch nicht für die Ukraine gebracht.
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    Was sind die Ergebnisse:
    1) Russland wendet sich zu Recht von den Europäern ab, die das Vertrauen zutiefst erschüttert haben.
    Nun schmiedet Russland mit den BRICS und deren Freunde (ganz Südamerika, die immer schon die USA hassen) eine grosse Allianz gegen EU /USA und werden vermutlich auch den Dollar zu Fall bringen.
    2) In der Ukraine ist eine undemokratische Vasallenregierung installiert, die alles nur noch schlimmer macht wie es jemals war und die Menschen massenweise tötet und sich an KEINE VEREINBARUNG hält.
    3) Die USA und die EU werden das Nachsehen haben und ihre eigene Wirtschaft schwer beschädigen, da die BRICS & CO. mit hoher Sicherheit ihren Handel untereinander intensivieren werden.
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    All dies lässt immer mehr Menschen vermuten, dass Sie unter Zwang das eigene Land schädigen und vielleicht durch die USA erpressbar sind.
    Ein Rücktritt könnte endlich den Weg zu einem Objektiven Kanzler frei machen !!

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