Ukraine-Krise

OSZE-Beobachter im Donbass leicht verletzt

Ukrainische Regierungstruppen und prorussische Separatisten haben im Februar eine Feuerpause im Donbass vereinbart. Die Waffenruhe ist jedoch brüchig – und wird von der OSZE überwacht. Nun wurde ein Beobachter verletzt.
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Die Armee räumte den versehentlichen Beschuss von zivilen Objekten in der Donbass-Region ein. Quelle: dpa
Ukrainische Soldaten im Donbass

Die Armee räumte den versehentlichen Beschuss von zivilen Objekten in der Donbass-Region ein.

(Foto: dpa)

KiewBei einer Explosion im ostukrainischen Kriegsgebiet Donbass ist ein Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) verletzt worden. Der Mitarbeiter habe bei dem Zwischenfall in Schyrokyne eine leichte Gehirnerschütterung und eine Quetschung erlitten und sei nach kurzer Zeit aus einer Klinik entlassen worden, teilte die OSZE am Dienstag in Kiew mit.

Die Organisation überwacht die im Februar zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten vereinbarte Feuerpause im Konfliktgebiet. Die Waffenruhe ist allerdings brüchig.

Die Armee räumte unterdessen den - versehentlichen - Beschuss von zivilen Objekten in der Region ein. „Es kommt manchmal dazu“, sagte Alexander Rosmasnin vom Generalstab in einer Talkshow beim Sender ICTV. Zuvor sei das Militär von dieser Stelle aus beschossen worden. „Wir sind gezwungen, das Feuer zu erwidern“, meinte der Generalmajor.

Die Staatsagentur für den Wiederaufbau des Donbass sprach von riesigen Schäden in der Region nach rund 16 Monaten Krieg. Zur Wiederherstellung der Infrastruktur seien insgesamt 1,8 Milliarden US-Dollar (fast 1,63 Mrd. Euro) nötig, sagte Agenturchef Wadim Tschernysch. Davon müssten internationalen Partnern zufolge allein 316 Millionen US-Dollar für humanitäre Zwecke verwendet werden.

  • dpa
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