Ukraine-Krise
Separatisten bereiten Wahl zur Abspaltung vor

Die Waffenruhe in der Ostukraine kann bestenfalls als brüchig bezeichnet werden. Jetzt sinken die Chancen auf Frieden weiter: Die prorussischen Separatisten wollen Anfang November über ihre Unabhängigkeit abstimmen.
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LuganskGegen den Widerstand der proeuropäischen Führung in Kiew bereiten die prorussischen Separatisten in der Ostukraine mit Hochdruck ihre Wahlen am 2. November vor. In der nicht anerkannten „Volksrepublik Lugansk“ begann eine Wahlkommission damit, Kandidaten und politische Gruppierungen zu registrieren, wie örtliche Medien am Samstag berichteten. Die Regierung in Kiew will die Wahlen eines Republikchefs und von Abgeordneten eines „Volksrates“ nicht anerkennen.

In der Krisenregion gilt seit mehr als drei Wochen eine brüchige Waffenruhe. Der ukrainische Sicherheitsrat teilte in Kiew mit, dass erneut ein Soldat getötet und acht weitere verletzt worden seien.

Malaysia forderte am Samstag die Entsendung von UN-Friedenstruppen zur Absturzstelle des Malaysia Airlines Flugs MH17 im Rebellengebiet der Ostukraine. Verkehrsminister Liow Tiong Lai warf der Regierung in Kiew vor, sie erfülle ihre Zusage nicht, dass die Ermittler die Absturzzone sicher betreten könnten. „Ich werde die UN bitten, sofort zu handeln“, sagte er laut der amtlichen Nachrichtenagentur Bernama. Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk hatte am Rande der UN-Vollversammlung den Malaysiern erklärt, die Absturzstelle bleibe trotz der Waffenruhe wegen Beschusses durch Separatisten unsicher.

Das malaysische Flugzeug war am 17. Juli auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur mit 298 Menschen an Bord abgestürzt. Es wurde vermutlich abgeschossen; ihr Rumpf war durchsiebt. Die Ermittlungen der Absturzursache und der Verantwortlichkeiten laufen noch.

Die Bemühungen um Einrichtung der entmilitarisierten Zone von 30 Kilometern Breite gingen am Samstag weiter. In Gorlowka in der nicht anerkannten «Volksrepublik Donezk» trafen sich dazu Aufständische und ukrainische Militärs mit Vertretern Russlands und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Das berichtete das Moskauer Staatsfernsehen. Über Ergebnisse wurde nichts bekannt.

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