Ukraine-Krise
Skepsis trotz vereinbarter Waffenruhe

Unterhändler aus Kiew und aus Reihen der Rebellen vereinbaren eine Waffenruhe. Trotzdem einigen sich EU-Botschafter auf weitere Sanktionen gegen Russland. Die sollen, wenn überhaupt, frühestens am Montag in Kraft treten.
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Nach monatelangen Kämpfen gilt in der Ostukraine seit Freitagnachmittag eine Waffenruhe. Die ukrainische Regierung und prorussische Rebellen einigten sich im weißrussischen Minsk auf eine entsprechende Vereinbarung, die auch den Austausch von Gefangenen und umgehende Hilfen für die Menschen der betroffenen Region vorsieht. Aus den zuvor umkämpften Gebieten wurde bis zum späten Abend kein Bruch des Pakts gemeldet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte eine Aussetzung weiterer Sanktionen gegen Russland in Aussicht, falls der Waffenstillstand tatsächlich halten und es zu einer deutlichen Entspannung der Lage kommen sollte. Ähnlich äußerte sich US-Präsident Barack Obama.

Die Rebellen einigten sich mit der ukrainischen Regierung auf einen umfassenden Plan. Er beinhaltet nach Angaben der Organisationen für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) auch den Abzug schwerer Waffen aus den Kampfgebieten. Der Status der Regionen, den die Rebellen im Osten der Ukraine halten, war nach Angaben der Separatisten indes kein Thema.

Merkel sagte auf dem Nato-Gipfel im walisischen Newport, man müsse sehen, ob die Waffenruhe halte, ob sich etwaige russische Truppen zurückzögen und ob Pufferzonen eingerichtet würden. Davon hänge auch die Umsetzung von Sanktionen ab.

Obama erklärte, angesichts früherer Erfahrungen bewerte er die Aussichten auf einen dauerhaften Waffenstillstand zurückhaltend. Dessen Umsetzung werde zudem Zeit brauchen. Er bekräftigte, die westliche Militärallianz werde jeden Verbündeten gegen einen Angriff verteidigen.

Vor allem die baltischen Staaten und Polen befürchten angesichts der Ukraine-Krise Übergriffe des großen Nachbarn Russland. Auf den Wunsch dieser östlichen Verbündeten beschlossen die Nato-Staaten auf dem Gipfel die Aufstellung einer schnelle Eingreiftruppe mit bis zu 5000 Soldaten.

Kommentare zu " Ukraine-Krise: Skepsis trotz vereinbarter Waffenruhe"

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  • @klekar
    LÜGE
    Eine Bekannte wohnt in Mariupol und hat mir von der "Bürgerwehr" erzählt....Beamte wurden genötigt, einen Schützengraben zu graben, damit in den ukroMedien Fotos gezeigt werden können, wie die Menschen sich gegen die Separatisten wehren...

    Das was Sie über Russen schreiben ist einfach nur abscheulich. Pfui!

    Wo sind die Moderatoren? Das ist ja unglaublich, was hier diskutiert wird! Ob Russen richtige Menschen seien!.....Faschistische Nachkommen. Der Krieg soll kommen. Der wird für die Wahrheit sorgen.

    Russin. Ein Mensch.

    "Die Belagerung von Mariupol durch russische Truppen ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
    Die Bürger hatten die Verbrecher davon gejagt."

  • Der Koop-Verlag kann das gar nicht im Programm haben da das Buch schon seit Jahren vergriffen ist. Die Taschenbuchausgabe erschien übrigens im Fischer-Verlag.

    Möglicherweise hatte der Koop-Verlag das Buch mal als Versandbuchhändler angeboten aber bestimmt nicht im eigenen Verlag.

    Im übrigen wird Brezezinskis "Einzige Weltmacht" antiquarisch hoch gehandelt so um die 200,-Euro,
    ist aber auch im PDF-Format im Netz zu finden.

    Doch das nur am Rande. Natürlich respektiere ich Ihre Meinung. In Details sind Sie allerdings ungenau und das läßt darauf schließen, dass Sie eher Generalsit
    sind ,und ihnen die "Mühen der Ebene" eher unbequem sind.

    Na ja als Rentner haben Sie darauf ein gewisses Recht.
    lol

  • @Klekar
    Man erkennt an Ihrem Stil und Inhalt einen typischen Maidan-Schreibling. NULL Ahnung von Geschichte, bewusste Verdrehung der Tatsachen, Verunglimpfung. Purer Blinder Hass gegen Russen.

    Das Gute ist - ihre Taten (Ihr Geschreibe inkl.) wird sich gegen Sie wenden. Das Karma- Gesetz funktioniert 100%.
    In diesem Sinne alles Gute. Von Herzen.

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