Ukraine-Krise

USA drohen Russland erneut mit Sanktionen

Wird der Westen die Sanktionen gegen Russland bald verschärfen? Merkel, Hollande und die USA haben Kremlchef Putin erneut aufgefordert, die Aktivisten in der Ost-Ukraine zu stoppen. Putin fordert zu Verhandlungen auf.
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Separatist in der Ostukraine: Russland soll den Zustrom an Waffen und Rebellen über die Grenze stoppen. Quelle: Reuters

Separatist in der Ostukraine: Russland soll den Zustrom an Waffen und Rebellen über die Grenze stoppen.

(Foto: Reuters)

Im Ukraine-Konflikt haben die USA Russland erneut mit neuen Sanktionen gedroht. Die Regierung in Moskau müsse ihren Einfluss nutzen und die pro-russischen Separatisten in der Ost-Ukraine öffentlich dazu aufrufen, ihre Waffen niederzulegen, teilte das Präsidialamt in Washington in der Nacht auf Montag mit. Zudem müsse Russland den Zustrom an Waffen und Rebellen über die Grenze zur Ukraine stoppen.

Andernfalls seien die USA bereit, sich mit ihren Partnern in der Gruppe der sieben führenden Industriestaaten (G7) über weitere Wirtschaftssanktionen abzustimmen. Der ukrainische Staatschef Petro Poroschenko habe Vize-Präsident Joe Biden in einem Telefonat erklärt, dass die Separatisten trotz der von der Regierung ausgerufenen Waffenruhe ihre Angriffe fortsetzen würden, auch mit Artillerie.

Merkel droht Putin

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Francois Hollande hatten dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in einem Telefonat am Sonntag mit neuen Sanktionen gedroht, sollte sein Land nicht zur Deeskalation beitragen. Die Sanktionsentscheidung könnte schon auf dem EU-Gipfel in Brüssel in dieser Woche fallen. Die Krise in der Ukraine steht auch im Mittelpunkt eines Treffens der EU-Außenminister an diesem Montag in Luxemburg. Die ukrainische Regierung und die Separatisten werfen sich gegenseitig vor, die Feuerpause zu verletzen. Putin forderte die ukrainische Regierung auf, einen Dialog mit den Separatisten aufzunehmen.

Im Ringen um Frieden für den Osten des Landes hatte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko gemäßigten Separatisten zuvor Gespräche angeboten. Einen Dialog mit prorussischen Aufständischen, die „Blut an den Händen“ hätten, schloss er aber aus. Putin forderte mit Nachdruck ein Ende der Kämpfe und den Beginn von Verhandlungen im Nachbarland. Die moskautreuen Gruppen wollen nur unter Vermittlung Russlands mit der Zentralmacht in Kiew verhandeln.

Der 15-Punkte-Friedensplan des ukrainischen Staatschefs sieht unter anderem vor, dass die Aufständischen die Waffen niederlegen und besetzte Gebäude räumen. Zudem müssten Gefangene und Geiseln freigelassen werden, darunter seit Wochen festgehaltene Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Seit Freitagabend gilt zudem eine einwöchige Feuerpause der ukrainischen Armee. Trotzdem kam es am Wochenende zu Schusswechseln. Armee und Aufständische warfen sich gegenseitig vor, die Waffenruhe zu missachten.

In einer Erklärung wollen die EU-Außenminister Russland auffordern, positiv auf Poroschenkos Friedensplan zu reagieren. Die Regierung in Moskau müsse auch jede Unterstützung für die prorussischen Separatisten in der Ostukraine stoppen, hieß es. Die Minister werden auch die Entsendung von Beratern für Reformen des Polizei- und Justizapparates in der Ukraine vorbereiten. Thema des Treffens ist zugleich die Lage im Irak nach dem Vorrücken radikalislamischer Kräfte. Erwartet wird in Luxemburg auch US-Außenminister John Kerry.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon lobte den Friedensplan des ukrainischen Präsidenten ausdrücklich. Er hoffe, der Plan führe zur Entspannung und verringere die Gewalt, erklärte Ban am Sonntag, einen Tag nach einem Telefonat mit Poroschenko. Er sicherte allen Seiten die Hilfe der Vereinten Nationen zu, wenn es um die Lösung der Krise gehe. Das gelte auch für die humanitäre Situation in dem Land.

  • dpa
  • rtr
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13 Kommentare zu "Ukraine-Krise: USA drohen Russland erneut mit Sanktionen"

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  • die USA und die nato gehen Bewußt auf Kriegsfuß mit der depperten Droherei.

  • Diese ewige US Propaganda langweilt auf der einen Seite und macht aber auch wütend. Man wird einfach nicht müde immer weiter zu lügen, obwohl jeder der Internet hat und lesen kann die Wahrheit kennt. Können die Redakteure überhaupt noch ihrer Familie in die Augen schauen, wenn sie wissen das sie mit ihrer Kriegstreiberei Menschenleben auf dem Gewissen haben?

  • "und der dusselige Michel... wählt dieses Gesocks weiter"

    Dem kann ich nur zustimmen.

    Ich frage mich immer was das für "Hinterwäldler" sind, die diese USCDU wählen.

    Anscheinend alles Leute ohne Zugang zum Internet um sich mal richtig zu informieren!

  • @ Arn

    Zitat : naja aber etwas "zahnlos" kommt mir Russland auch vor

    - die Russen marschieren nicht ein, um die bankrotte Ukraine nicht als Klotz am Bein zu haben !

    Die Ukraine ist restlos Pleite, hat ca. 150 Mrd. € Schulden und ca. 50 Mio. Mäuler, die Hunger haben.

    Falls die Russen reingehen, müssten sie die Ukraine übernehmen, durchfuttern und noch eine Menge eigener Leute aufs Spiel setzen, die bei den Kämpfen drauf gehen würden.

    Was macht das für die Russen für einen Sinn ?

    Die Russen machen es schon richtig : zugucken, wie die Ukrainer sich selbst zerstören und dann auf allen vieren vor die EU kriechen, die sie durchfuttern wird !

    Die Ukraine ist somit der Totengräber der EU !

    .

  • Schöne Zusammenfassung der borniert-spalterischen amerikanischen Kriegstreiberlogik - gilt natürlich auch umgekehrt für die hegmonialherrischen Amerikaner. Deshalb macht Putin ja Druck und wehrt sich gegen den Keil den die Amerikaner in die Ukraine treiben, um sie von der Zusammenarbeit mit Russland künstlich abzuscheiden. Im Gegensatz zu den Russen (z.B. Gorbatschow) gibt es bei den Amerikanern tatsächlich keine historsichen Beispiele, die Anlass zur Hoffnung geben, dass sie eine andere Sprache verstehen.

  • Nur drohen hilft bei Putin nicht. Es muß hart sanktioniert werden denn nur wenn Putin und seine Russen Schmerzen spüren werden sie nach geben.

  • naja aber etwas "zahnlos" kommt mir Russland auch vor, sonst würde die doch über Nacht in einen Zuge alles aufräumen da. Statt dessen lassen Sie sich von bewaffneten Bauerndeppen an der Nase rum führen.

    Das selbe in Irak und Syrien, rein marschieren danach Notstand ausrufen und unter Militärgewalt wieder freie Wahlen einführen, fertig....

    Wenn das was heute so abgeht 1942 in DTl. so gewesen wäre, hätten wir heute noch das 1000 jährige Reich....

  • Merkel droht Putin? Mit was droht sie denn? Das wir die Energie nicht mehr abnehmen auf die wir dringend angewiesen sind? Das wir unsere Volkswirtschaft schädigen indem wir nicht mehr exportieren? Oder will sie mit ihren Elitetruppen nach Rostow am Don marschieren. Als man Stalin mit dem Vatikan drohte soll er gesagt haben: Wieviele Divisionen hat der Pabst?

  • Zitat : Die Sanktionsentscheidung könnte schon auf dem EU-Gipfel in Brüssel in dieser Woche fallen.

    - dann fällt mal die Sanktionen gegen sich selbst.

    Hohle Sprüche von ideologisch verblendeten Vasalen der Amis !

    Im Südosten der Ukraine tobt ein Vernichtungskrieg gegen die eigene Zivilbevölkerung.

    Bereits 500.000 Zivilisten sind in Russland auf der Flucht. Die Humanitäre Katastrophe in den Kriegsregionen hat bereits angesetzt, es fehlt Wasser, Medikamente, Lebensmittel.

    Und Merkel sieht das alles nicht und droht Putin, der im Konflikt erst gar nicht beteiligt ist.

    Was für eine hohle Nuß haben sich die Schwarzen ins Nest gelegt, und der dusselige Michel ( wohl meistens grün angefärbte emanzipierte Dummweiber und verkackte Greise ) wählt dieses Gesocks weiter.

    Die Ukraine wird zu uns kommen !

    .

  • Da kann man nur sinngemäß den polnischen Außenminister zitieren, der indirekt zugegeben hat, dass die Ameriklaner sich in Europa zunehmend als Konflikttreiber unbd Spalter gerieren, um ihre Superehegemonie vor einer multipolaren Welt zu verteidigen - koste es, was es wolle:

    "„Wir haben Konflikte mit den Deutschen, mit Russland, und wir tun so, als sei alles super, weil wir den Amerikanern einen Gefallen tun. Totale Verlierer.“"

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/aussenminister-sikorski-das-polnisch-amerikanische-buendnis-ist-bullshit/10083382.html

    Wann verlässt das Vasallenduo Steinmeier-Merkel die Verliererstraße? Wann nehmen sich die Arroganten Amerikaner ein Beispiel am Russen Gorbatschow und treten freiwillig einen Schritt zurück, um auf die Misswirtschaft in ihrem Falschgeldland zu reagieren, bevor das Leben sie und uns alle weiter bestraft?

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