Ukraine-Krise
Verlustreiche Gefechte in der Ostukraine

Bei erbitterten Kämpfen in der Ukraine gewinnt das Militär nach eigenen Angaben an Boden. Die Separatisten wenden sich hilfesuchend an Russland. Das Ringen um eine Feuerpause dauert an.
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KiewParallel zum Ringen um eine Waffenruhe hat es bei schweren Gefechten in der Ostukraine nach Angaben der Regierung erneut viele Tote gegeben. Durch Luftschläge und Artilleriefeuer seien sechs Stellungen prorussischer Separatisten zerstört worden. Der Ort Nikolajewka sei vollständig von den Truppen eingeschlossen, teilte ein Sprecher des „Anti-Terror-Einsatzes“ am Freitag in Kiew mit.

Mindestens 150 Aufständische seien getötet worden. Auch zwei Soldaten seien ums Leben gekommen; vier weitere seien verletzt, hieß es.

Russland hatte sich in Vierergesprächen mit der Ukraine, Deutschland und Frankreich zuletzt für Friedensverhandlungen ausgesprochen. Die Seiten hatten am Dienstag in Berlin einen neuen Versuch vereinbart, eine Waffenruhe auszuhandeln. Dazu soll bis spätestens zu diesem Samstag die Kontaktgruppe zusammenkommen.

„Es gibt noch keinen Termin für die Kontaktgruppe, obwohl morgen Frist ist“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow auf Frage der Deutschen Presse-Agentur. Alles werde inzwischen innerhalb Stunden entschieden.

In Kiew sprach der ukrainische Vizeregierungschef Wladimir Groisman von „intensiven Gespräche“ über eine mögliche Feuerpause. Die Führung in Kiew bereite derzeit einen Fluchtkorridor für Zivilisten in der Ostukraine vor, der ab diesem Montag bereit sei. Internationale Verbände hätten die Organisation übernommen, sagte Groisman.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte mehrfach solche Korridore angekündigt. Die Pläne wurden aber bisher nicht umgesetzt.

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Bedingung für die Waffenruhe seien Grenzkontrollen

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  • Und wer hat die SED gewählt? Ich nicht.
    Solange sich das Volk weiter narkotisieren lässt, wird sich nichts ändern.

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