Ukraine-Krise
Wirtschaft sieht Beziehungen zu Russland gefährdet

Wenige Tage vor dem St. Petersburger Wirtschaftsforum warnen in Deutschland Industrie und Banken davor, die Handelsbeziehungen zu Russland aufs Spiel zu setzen. In der Ukraine gehen die Auseinandersetzungen indes weiter.
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Berlin/Slawjansk/Kiew"Wir sollten mit Russland im Gespräch bleiben, das gilt auch für die Wirtschaft", sagte Industriepräsident Ulrich Grillo der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Die Politik weiß genau, was Wirtschaftssanktionen auslösen können." Er habe aber vollstes Vertrauen, dass die Bundesregierung hier sehr verantwortungsvoll vorgehe, äußerte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

Der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), Jürgen Fitschen, rief ebenfalls dazu auf, nun auf Dialog zu setzen. Es wäre grundfalsch nun alles aufzugeben, was die deutsche Wirtschaft in jahrelanger Zusammenarbeit in Russland aufgebaut habe, sagte der Co-Chef der Deutschen Bank. Beide Manager sagten aber, wenn die Bundesregierung Sanktionen beschließe, würden die deutschen Unternehmen diese auch mittragen.

Von Donnerstag bis Samstag findet in St. Petersburg eine Wirtschaftskonferenz statt, auf der auch Russlands Präsident Wladimir Putin sprechen wird. Anders als in früheren Jahren werden diesmal wegen der russischen Ukraine-Politik keine westlichen Spitzenpolitiker dabei sein. Die US-Regierung hatte zudem heimische Firmen aufgefordert, sie sollten ihre Teilnahme überdenken. Bereits Anfang Mai hatten etliche deutsche Konzerne wie Metro, Eon und Siemens mitgeteilt, dass Spitzenvertreter an der Veranstaltung wie geplant teilnehmen werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Francois Hollande hatten zuletzt angekündigt, dass die EU Wirtschaftssanktionen verhängen werde, falls die geplante ukrainische Präsidentenwahl am kommenden Sonntag nicht durchgeführt werden könne. Der Westen wirft Russland vor, zur Eskalation in der Ostukraine beizutragen, was die Regierung in Moskau bestreitet.

Die Auseinandersetzungen in dem Krisenland gehen unvermindert weiter. Prorussische Aktivisten berichten von neuen Kämpfen in der von ihnen kontrollierten ostukrainischen Großstadt Slawjansk. Die Aufständischen hätten den Beschuss durch ukrainische Regierungstruppen abgewehrt und sieben Angreifer getötet, sagte der selbst ernannte „Volksbürgermeister“, Wjatscheslaw Ponomarjow, der Agentur Interfax am Sonntag. Eine offizielle Bestätigung der Regierung in Kiew gab es dafür allerdings nicht.

Der ukrainische Innenminister Arsen Awakow teilte mit, dass ein Lager der regierungstreuen Nationalgarde von schwer bewaffneten prorussischen Uniformierten überfallen worden sei. Dabei sei ein Angreifer erschossen, ein anderer gefangenen genommen worden.

Die Nationalgarde informierte in Kiew darüber, dass Teile einer Einheit auf einem Militärgelände im Raum Donezk am Samstag zu den prorussischen Kräften übergelaufen seien. Gegen die Männer werde wegen Verrats ermittelt. Der Stützpunkt mit Technik habe nach dem Zwischenfall verlagert werden müssen.

Die von der EU und den USA unterstützte Regierung geht seit Wochen mit einer „Anti-Terror-Operation“ gegen die Separatisten in den nicht anerkannten „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk vor. Dabei starben in der Region bereits mehr als 100 Menschen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Jessica Schwarzer
Jessica Schwarzer
Handelsblatt / Chefkorrespondentin Börse

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  • Ursache aller Probleme sind das Expansionismus der Nato+Europa ostwaerts getrieben von USA,die panisch sind das Europa voellig mit Russland kooperiert,weil dann verliert die USA viel an Bedeutung.Planetarisch gesehen ist die Kooperation Europa mit Russland richtig,weil Russland ueber 25% aller globalen Bodenschaetze verfuegt,woran Europa so arm ist.Europa ist reich an IndustieAnlagen,technische Verfahren,industielle Produkte woran Russland so arm ist.Deshalb muessen Politiker die diese UkraineKrise verursacht haben,in die Schranken gewiesen werden als falsche Zukunft fuer Europa.Besonders Laender wie Polen+Litauen die aus historischen Gruenden noch von der polnisch/litauischen Union traeumen.Eine Verbesserung der Situation koennte kommen wenn Ukraine die Moeglichkeit geboten wird zwischen beiden Bloecken zu leben,also zwischen EU+Russland,was dann automatisch die Kooperation zwischen EU+Russland befoerdern wurde+das Auseinanderfallen des Landes verhindern wuerde.
    Alles logische Konsequenzen einer langjaehrigen falschen EU-Politik unter US-Druck.
    Konsequenzen fuer die Europawahl wird es im Mai bestimmt geben

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