Ukraine-Krise
Zwischen Diplomatie und Weltkrieg

Die Lage in der Ukraine eskaliert, der Ton wird schärfer. Dennoch wird nach diplomatischen Auswegen aus der Krise gesucht. Moskau bringt die UN ins Spiel, Deutschland setzt auf die OSZE. Die Situation bleibt bedrohlich.
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Kiew, Moskau, WashingtonIn der Ukraine-Krise bringen Russland und der Westen nach einer Eskalation der Gewalt auch wieder verstärkt die Diplomatie ins Spiel. Moskau will im Falle weiterer Gewalt im Nachbarland den Weltsicherheitsrat einschalten. US-Präsident Barack Obama wollte sich noch am Freitag in einer Telefonkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und weiteren europäischen Staats- und Regierungschefs beraten.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier wirbt für mehr Einsatz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in dem Konflikt. Die Länder der „Östlichen Partnerschaft“ wollen vermitteln.

Im Osten der Ukraine setzten Sicherheitskräfte ihre „Anti-Terror-Operation“ fort. So versuchten Sondereinheiten, die Stadt Slawjansk abzuriegeln. „Damit soll verhindert werden, dass die prorussischen Kräfte Verstärkung erhalten“, sagte der Chef des Antiterrorzentrums, Wassili Krutow, am Freitag in Kiew. Nach seinen Angaben zerstörten prorussische Separatisten einen Armeehubschrauber. Ein Scharfschütze habe auf dem Militärflugplatz in Kramatorsk in den Tank der am Boden stehenden Maschine geschossen.

In der Ostukraine halten moskautreue Separatisten in mehreren Orten Verwaltungsgebäude besetzt. Sie fordern eine weitgehende Autonomie für das russisch geprägte Gebiet. Die vom Westen unterstützte Übergangsregierung in Kiew geht militärisch gegen selbst ernannte „Volksmilizen“ vor. Der Einsatz war ukrainischen Medien zufolge zunächst unterbrochen, weil Russland ein militärisches Großmanöver im Grenzgebiet begonnen hat, nachdem in Slawjansk im Raum Donezk ukrainische Regierungstruppen fünf Menschen getötet hatten.

Trotz der angespannten Lage sicherte die ukrainische Regierung OSZE-Beobachtern freien Zugang zu allen Teilen des krisengeschüttelten Landes zu. Die Führung in Kiew stehe zudem zu ihrer Zusage, mit einer Verfassungsreform einzelnen Regionen der Ex-Sowjetrepublik mehr Rechte zuzugestehen, sagte Regierungschef Arseni Jazenjuk in Kiew.

Die OSZE-Beobachtermission soll so schnell wie möglich verstärkt werden. Die Vorbereitungen seien bereits angelaufen, sagte der Sonderbeauftragte der OSZE für die Ukraine, Tim Guldimann, der dpa. Insgesamt könnten bis zu 500 Beobachter in das Land geschickt werden. Eine Aufstockung gehe aber nicht von einem Tag auf den anderen.

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„Russland will den dritten Weltkrieg“

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  • Ich, mit IM Notar befreundet? Sein Theta ist eventuell noch etwas länger als das von Ihrem Scheinchen, aber sicher bin ich mir da nicht. Nein, morgens nüchtern erfolgreich die GB Retail Sales gehandelt im Cable, danach quality time, jetzt ein wenig Flaming im HBO und Scalping im Dow. Auch wenn ich einen systematischen Ansatz habe, handele rein manuell. Programmieren will ich es nicht, wird doch nur geklaut.

  • "Bis Handelsschluss NY bleibe ich aber abstinent, wie Sie wissen."

    Ach so. Ich dachte, Sie seien mit Furfante befreundet und es würde stimmen, dass Sie schon morgens voll seien ;-) Die Devisenhändler früher hingen ja auch an der Flasche. Heute machen das ja eher die Rechner...Das war früher wenigstens noch echte Handarbeit. Heute machen den Job ja eher die Programmierer.

  • Sie scheinen das Original nicht zu kennen. Die Abwandlung entspricht dem Versmaß - und ich finde sie auch zutreffend, wenn ich mir die Kommentare hier anschaue. Eventuell treffe ich ja später noch Ihren Geschmack. Bis Handelsschluss NY bleibe ich aber abstinent, wie Sie wissen.

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