Ukraine

Russland fordert Waffenruhe

Die Lage in der Ostukraine bleibt unübersichtlich. Separatisten sollen Regierungssoldaten getötet haben, Russland fordert eine Waffenruhe, und der internationale Streit geht auch weiter.
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In der Nähe der russischen Stadt Kamensk-Schachtinski wartet der Konvoi, der nach Angaben der russischen Regierung Hilfsgüter transportiert, an der Grenze auf die Einreise in die Ukraine. Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig der Verschleppung der Hilfe. Quelle: Reuters

In der Nähe der russischen Stadt Kamensk-Schachtinski wartet der Konvoi, der nach Angaben der russischen Regierung Hilfsgüter transportiert, an der Grenze auf die Einreise in die Ukraine. Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig der Verschleppung der Hilfe.

(Foto: Reuters)

Kiew/Donezk/Moskau/Kamensk-SchachtinskiFür die umstrittene Verteilung von Hilfsgütern in der Ostukraine hat Russland eine Waffenruhe im Krisengebiet gefordert. Die Sicherheit der Mission des Roten Kreuzes müsse unverzüglich gewährleistet werden, teilte das Außenministerium in Moskau am Samstag mit.

Rund 280 Lastwagen mit etwa 2000 Tonnen Waren stehen seit Donnerstag vor der Grenze zum Krisengebiet. Ukrainische Beamte sollen die Lieferung kontrollieren, bevor das Rote Kreuz sie an die notleidende Bevölkerung verteilen kann. Der Zeitplan war zunächst weiter unklar.

Galina Balsamowa vom Roten Kreuz sagte russischen Nachrichtenagenturen, für die Verteilung der Hilfe sei eine Einigung zwischen Russland und der Ukraine notwendig. Diese stehe aber noch aus. Präsident Petro Poroschenko hatte am Freitag in Kiew hingegen mitgeteilt, dass eine Übereinkunft mit Russland getroffen worden sei.

Der ukrainischen Regierung warf Russland vor, die Abwicklung der Hilfsaktion zu stören und zu verzögern. Verschiedene Behörden hätten immer wieder „böswillig“ Fakten verdreht. So habe Kiew beispielsweise gesagt, Moskau habe nicht genügend Dokumente über seinen Konvoi vorgelegt, hieß es in der Mitteilung. Russland habe aber schon vor Tagen sämtliche Informationen an das Rote Kreuz übergeben und keine weiteren Anfragen dazu bekommen.

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