Ukraine
Ukraine stellt mutmaßliches Folteropfer unter Hausarrest

Der Fall des offenbar gefolterten ukrainischen Aktivisten Bulatow sorgt international für Empörung. In der Ukraine muss er sich vor der Justiz verantworten. Klitschko wirbt um Unterstützung für die Regierungsgegner.
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KiewDie ukrainische Justiz verschärft ihren Kurs gegen Regierungsgegner. Gegen den mutmaßlich gefolterten Aktivisten Dmitri Bulatow sei ein Verfahren wegen der Teilnahme an Massenunruhen eingeleitet worden, teilte das Innenministerium der früheren Sowjetrepublik mit.

Zudem ermittelt der Geheimdienst SBU gegen die Opposition wegen versuchten Staatsstreichs. Bei einer Razzia in den Räumen der Partei der inhaftierten Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko seien entsprechende Beweise gefunden worden, sagte Maxim Lenko vom SBU in einer Fernsehsendung. Experten werteten die beschlagnahmten Dokumente und Rechner nun weiter aus.

Ermittler beantragten Hausarrest für Bulatow, den Unbekannte nach seinen Angaben tagelang gequält hatten. Polizisten bewachten den 35-Jährigen in der Klinik - angeblich zu dessen eigener Sicherheit, wie ukrainische Medien am Samstag berichteten.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton zeigte sich „entsetzt“ über die Misshandlungen Bulatows und kritisierte das Vorgehen gegen den Regierungsgegner als „inakzeptabel“. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) forderte die Regierung in Kiew auf, Bulatow eine medizinische Behandlung in Deutschland zu erlauben. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International teilte mit: „Das ist Barbarei, die sofort aufgeklärt werden muss.“

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Ein Teil des Ohres abgeschnitten

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Klitschko wirbt in München um Unterstützung

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