Ukrainekonflikt
Poroschenko fordert russische Soldaten zum Abzug auf

Glaubt man Russland, waren sie nie auf ukrainischem Gebiet – doch auch Beobachter wie die OECD haben festgestellt, dass russische Soldaten im Donbass kämpfen. Der ukrainische Präsident appelliert nun an sie.
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SydneyDer ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat Russland zum Abzug seiner Truppen von ukrainischem Territorium aufgefordert. „Stellt bitte das Feuer ein. Lasst bitte die Geiseln frei. Zieht Eure Truppen bitte aus meinem Territorium zurück. Schließt bitte die Grenze“, sagte Poroschenko sagte am Donnerstag in Melbourne an die Adresse Moskaus gerichtet. „Ich verspreche, dass wenn Ihr die Grenze dichtmacht, dann haben wir innerhalb von ein, zwei, drei Wochen Frieden und Sicherheit in der Ukraine. Ganz einfach“. Poroschenko traf sich in Melbourne mit dem australischen Regierungschef Tony Abbott. Poroschenko bedankte sich bei Abbott für Australiens Unterstützung der Ukraine.

Moskau steht im Verdacht, Truppen zur Unterstützung der prorussischen Separatisten in das Konfliktgebiet in der Ostukraine zu schicken. Russland hat dies stets bestritten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Ukrainekonflikt: Poroschenko fordert russische Soldaten zum Abzug auf"

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  • Hat sich mal einer gefragt, wie China in gerade einmal grob 15 Jahren 3,9 Billionen an Reserven aufbauen konnte und Deutschland im Vergleich über gerade einmal 200 Millarden, also 0,2 Billionen Euro verfügt? Und das bei Jahrzehnten als Export”champion”. Das Geld ist nicht weg, es hat halt nur jemand anderes…..

  • Hat sich mal einer gefragt, wie China in gerade einmal grob 15 Jahren 3,9 Billionen an Reserven aufbauen konnte und Deutschland im Vergleich über gerade einmal 200 Millarden, also 0,2 Billionen Euro verfügt? Und das bei Jahrzehnten als Export”champion”. Das Geld ist nicht weg, es hat halt nur jemand anderes…..

  • @ Herr Walter Gerhartz

    "Putin hat erklärt, dass die Russische Föderation die Minsker Verhandlungen und die Ukraine als Gesamtland unterstützt..." Wenn er das nicht nur erklärt, sondern auch danach gehandelt hätte, wäre "die Behauptung von Fr. Merkel eine glatte “politische ” Lüge..." Richtig! So, wie sich die Dinge in Folge der ersten Minsker Vereinbarungen dargestellt haben, insbesondere auch seit den letzten Wahlen in der Ukraine, ist die Behauptung aber keine Lüge. Nur, was unbefriedigend ist, muss nicht so bleiben. Darum geben Kanzlerin und Außenminister auch den mühseligen Weg endloser, oft völlig vergeblich erscheinender Gespräche und Verhandlungen nicht auf. Wieviele Gespräche werden sie noch führen können für die Kosten jedes dadurch vermiedenen Raketenabschusses und seiner materiellen und menschlichen Folgen? Einen besseren Weg gibt es nicht!

    Sie schreiben, Putins "diplomatische und konstruktive Politik begeistert viele Menschen." Leider ist die Begeisterung vieler Menschen, wie wir in Deutschland leidvoll erfahren mussten, nicht unbedingt ein Garant für Qualität. Was die Unterdrückung abweichender Meinungen in Russland wie auch, was hier kaum mal Erwähnung findet, die nationaler Minderheiten betrifft, weiß ich beim besten Willen nicht, wie man sie als "diplomatische und konstruktive Politik" bezeichnen kann. Und in Syrien zeigt sich, dass Russland in der Verfolgung eigener Interessen den verteufelten USA an rücksichtsloser Menschenverachtung in nichts nachsteht. In den Kaukasusrepubliken hatte Russland wirklich keinen leichten Stand. Man soll deshalb bei Beurteilung der Vorgänge nicht vorschnell urteilen und beide Seiten hören. Dass Russland aber in Bezug auf Georgien und Tschetschenien keine politischen Meisterstücke abgeliefert hat, wird wohl kaum jemand bestreiten wollen, wie auch der Auftritt in Afghanistan dem der Amerikaner in totaler Ermangelung jeglicher Konstruktivität in nichts nachstand. Auch Putins Fakten sind überwiegend nur traurig.

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