Ukrainischer Präsident
Merkel will Poroschenko unterstützen

Bei seinem jüngsten Berlin-Besuch war Petro Poroschenko noch Kandidat. Jetzt ist er gewählter ukrainischer Präsident. Die Kanzlerin sicherte ihm Deutschlands Unterstützung bei seinen schwierigen Aufgaben zu.
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BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dem künftigen ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko breite deutsche Unterstützung versprochen. Bei einem Treffen am Donnerstagabend im Kanzleramt sagte Merkel, die Ukraine befinde sich nach wie vor in einer sehr schwierigen Lage. Deshalb wolle Deutschland „sehr hilfreich“ sein.

Als Ziel nannte Merkel, dass „bald alle Menschen in der Ukraine unter friedlichen und sicheren Bedingungen leben können und die wirtschaftliche Entwicklung einen guten Verlauf nimmt“. Zugleich lobte sie, dass die Wahl Ende Mai fair und frei verlaufen sei. Die Krim wurde im März von Russland völkerrechtswidrig annektiert. Im Osten des Landes kämpfen Separatisten für eine weitere Abspaltung.

Poroschenko, der am Samstag vereidigt werden soll, bedankte sich ausdrücklich für die bisherige deutsche Unterstützung. Er hoffe, dass sich nach seinem Amtsantritt „neue Möglichkeiten eröffnen für ein Programm zur Befriedung des Ostens der Ukraine“. Dabei hoffe die Ukraine „weiterhin auf deutsche Hilfe“. Als nächste Schritte nannte er den Kampf gegen die Korruption, eine Reform der Justiz sowie die Dezentralisierung des Landes.

Der Milliardär hatte sich bei der Präsidentenwahl bereits im ersten Durchgang durchgesetzt. Zuvor schon hatte er einen Termin im Kanzleramt. Am Freitag nehmen Merkel und Poroschenko mit vielen anderen Staats- und Regierungschefs an den Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie teil.

Bei einem Treffen Merkels mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin im französischen Deauville soll nach russischen Angaben am Freitag sogar ein Plan auf dem Tisch liegen, um die schwerste Sicherheitskrise in Europa nach Ende des Kalten Krieges zu entschärfen.

Sollte die diplomatische Initiative scheitern, drohen die führenden westlichen Industriestaaten (G7) schärfere Wirtschaftssanktionen an. Diese hatten die in Brüssel versammelten Staats- und Regierungschefs am Mittwoch verabredet.

Demnach sollen schärfere Sanktionen gegen Russland verhängt werden, wenn Moskau nicht mit Poroschenko zusammenarbeitet und weiterhin die Separatisten im Osten der Ukraine mit Waffen versorgt. Außerdem wurden Garantien für die Gasversorgung und ein vollständiger Abzug der Truppen von der ukrainischen Grenze verlangt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Ukrainischer Präsident: Merkel will Poroschenko unterstützen"

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  • Zitat : Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dem künftigen ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko breite deutsche Unterstützung versprochen.

    - der Zahltag hat wohl bereits angesetzt !

    Kriminelle Oligarchen, die seit 20 Jahren die Ukraine ausgeplündert haben, werden jetzt mit Deutschen Steuergeldern belohnt !

    Merkel muß weg !

  • Man muss sich schämen einen deutschen Pass zu haben, wenn man hört mit welchen Worten die sogenannte Führung in Deutschland ihr eigenes Volk vorführt und Kriegsverbrecher unterstützt. Was in der Ost Ukraine passiert, ist ein ganz gezielter Exodus an ethnischen Russen. Wie heuchlerisch und verlogen ist dann die sogenannte Hilfe für eine Junta die mit Streubomben und Fliegerangriffen gegen Zivilisten vorgeht. Nie war es so deutlich wie im Fall der Ukraine wohin die Reise mit der westlichen Politik geht. Menschenrechte interessieren nur, wenn sie mit geopolitischen Interessen im Einklang sind. Krieg wird in Kauf genommen um den europäischen und amerikanischen Grössenwahn voranzutreiben. Demokratie war gester, wenn man sieht wie deutsche Politiker am Weltfrieden zündeln, ihr Volk belügen und gegen die Interessen der Bürger regieren. Es ist eine widerliche Kaste von Macht und Geld Junkys.

  • Wie kann Frau Merkel und unsere deutsche Regierung ein mit brutaler Gewalt an die "Macht" gekommes ukrainisches Putschregime mit Faschisten unterstützen, das NACH dem Putsch KEINE demokratische Legitimation der Mehrheit des gesamten ukrainischen Volkes durch eine Parlamentswahl hat?

    Wie kann es sein, das unsere Regierung 100 Jahre nach 1914 ganz öffentlich ukrainische Putschisten und Faschisten (Swoboda-Partei,Rechter Sektor)unterstützt,die über 100 legal gewählte Abgeordnete (!!) aus dem Parlament gejagt haben?

    Hat Frau GAR NICHTS aus unserer Geschichte gelernt ?

    Erinnert der D-Day NICHT daran,das wir ALLE ein faschistisches Regime NICHT unterstützen dürfen,so wie es im Art. 20 Abs. 4 GG steht?

    Ich akzeptiere und toleriere es NICHT,das unsere deutsche Regierung, die EU, westliche Staaten,die USA,die Nato und die UN ein demokratisch nicht legitimiertes und äußerst brutales Putschregime mit Faschisten (Swoboda-Partei und Rechter Sektor, siehe Wikipedia)unterstützt, das bereits über 100 andersdenkende legal gewählte Abgeordnete aus dem ukrainischen Parlament gejagt hat und andersdenkende Bürger töten, die NICHT von Putschisten und Faschisten regiert werden wollen!!!

    Würde in einem anderen Land so ein Staatsterror stattfinden,hätte die UN schon längst Blauhelme gesendet, um dem Krieg gegen die "eigene Bevölkerung" ein Ende zu setzen,aber nun wird ja ein ukrainisches Putschregime mit brutalen Faschisten unterstützt,was mit meiner Auffassung von Demokratie NICHT vereinbar ist!

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