Ukrainischer Präsident
Poroschenko ist „auf Kriegsszenario vorbereitet“

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko betont in einem Interview, dass er nach Frieden mit Russland strebe. Gleichzeitig sei sein Land aber auf das „Szenario für einen totalen Krieg vorbereitet“.
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KiewWegen des blutigen Konfliktes im Osten seines Landes hat der ukrainische Präsident Petro Poroschenko vor einem Krieg mit Russland gewarnt: „Wir wollen nichts mehr als Frieden, aber wir müssen uns leider derzeit auch mit den schlimmsten Szenarien befassen“, sagte er der „Bild“-Zeitung. „Ich habe keine Angst vor einem Krieg mit russischen Truppen und wir haben uns auf das Szenario für einen totalen Krieg vorbereitet.“

Er warf Moskau vor, sämtliche Absprachen zur schrittweisen Überwindung des Konfliktes zu brechen. „Wir sind bereit für Kompromisse und glauben, dass der Konflikt nicht militärisch gelöst werden kann. Russland dagegen verspricht etwas und tut am nächsten Tag genau das Gegenteil“, zitierte die Zeitung Poroschenko. Und er schickte eine Warnung an Kreml-Chef Wladimir Putin hinterher: „Unsere Armee ist in einem wesentlich besseren Zustand als noch vor fünf Monaten, und wir haben die Unterstützung aus der ganzen Welt. Unsere Soldaten zeigen, dass sie unser Land verteidigen können.“

US-Präsident Barack Obama hatte Putin am Sonntag nach dem G-20-Gipfel im australischen Brisbane gewarnt, sollte er seine Ukraine-Politik nicht ändern, dann werde Russland weiter isoliert. Kiew und der Westen werfen Moskau vor, die prorussischen Separatisten in der Ostukraine militärisch zu unterstützen. Eine Anfang September in Minsk vereinbarte Waffenruhe zwischen den Konfliktparteien ist immer wieder gebrochen worden. Der Konflikt hat sich nach der Abhaltung sogenannter Präsidentschafts- und Parlamentswahlen durch die Rebellen in ihren Hochburgen Lugansk und Donezk vor zwei Wochen weiter verschärft.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Totaler Krieg der bankrotten Ukraine mit Schoko-Oligarch an der Sturmspitze.
    Und das Geld dafür stellen die EU-Vollidioten zur Verfügung.

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