Ultimatum abgelaufen
Hoffnung für französische Geiseln im Irak

Nach Meldungen des französischen Nachrichtensenders LCI gibt es neue Hoffnung für die französischen Geiseln Georges Malbrunot und Christian Chesnot. Die Entführer der „Arabischen Armee im Irak“ suchten nach einem für sie ehrenhaften Ausweg, berichtete ein LCI-Korrespondent aus Bagdad.

HB PARIS. Zwischenzeitlich ist das verlängerte Ultimatum der radikalislamischen Entführer der zwei französischen Journalisten im Irak abgelaufen, ohne dass Frankreich auf die Forderung nach Abschaffung des Kopftuchverbotes in Schulen eingegangen ist.

Dem Bericht zufolge stehen die aus anderen arabischen Staaten stammenden Entführer unter erheblichen Druck des irakischen Widerstandes, die Geiseln unverzüglich freizulassen. Es gebe jedoch neben politischen auch erhebliche logistische Probleme. Die Entführer würden jeden Tag mit ihren Geiseln mehrfach ihren Aufenthaltsort im sunnitischen Mittelirak wechseln

.

Die beiden Journalisten waren am 20. August zusammen mit ihrem syrischen Fahrer in Nadschaf verschleppt worden. Die Kidnapper haben gedroht, die Geiseln zu töten, sollte Frankreich nicht das Kopftuchverbot in staatlichen Schulen aufheben. Das Verbot des Tragens auffälliger religiöser Symbole wird an diesem Donnerstag mit Schulbeginn wirksam. Die islamischen Organisationen Frankreichs haben zur Beachtung des Gesetzes aufgerufen und eine Delegation nach Bagdad entsandt, um die Freilassung der Geiseln zu erreichen.

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