Ultrakonservative Eltern
Schulboykott besorgt Regierung in Paris

Frankreich hat Probleme mit Eltern aus dem rechten Milieu: Weil die Schulen des Landes die „natürlichen Geschlechterrollen“ unterdrückten, wollen sie ihre Kinder einmal im Monat nicht zur Schule schicken.
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ParisEin von ultrakonservativen Eltern organisierter Schulboykott beunruhigt in Frankreich die Regierung. Bildungsminister Vincent Peillon forderte am Mittwoch dazu auf, die Eltern von betroffenen Schülern zu einem Gespräch einzubestellen. Vätern und Müttern solle klargemacht werden, dass es in Frankreich eine Schulpflicht gebe und dass Gerüchte über eine angebliche „Gender-Pädagogik“ Unsinn seien.

Vor allem aus dem rechten Milieu stammende Aktivisten werfen der französischen Regierung seit längerem vor, an den Schulen des Landes die „natürlichen Geschlechterrollen“ unterdrücken zu lassen. Dies fördere nicht die Gleichberechtigung, sondern gehe zulasten der Integrität der Kinder, lautet die Kritik. Aus Protest wurde Ende Dezember dazu aufgerufen, Kinder bis zum Sommer einmal im Monat nicht zur Schule zu schicken.

Nach Angaben des Bildungsministeriums waren in den vergangenen Tagen rund 100 Schulen von den Boykotten betroffen. Die Regierung geht davon aus, dass die teilnehmenden Eltern vor allem aus dem rechten Milieu stammen. Die Aktion wird zudem unter anderem von der katholischen Laienorganisation Civitas unterstützt, deren Mitglieder von Kritikern als religiöse Fundamentalisten bezeichnet werden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Ultrakonservative Eltern: Schulboykott besorgt Regierung in Paris"

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  • Wer der Meinungsvorgabe der Medien und lautstarker Gruppen nicht entspricht ist rechtsextrem und natürlich fundamentalitisch. Wie einfach doch die Welt in den Köpfen des Handelsblattes ist. Auf solche Art Medien kann man wirklich verzichten.

  • Schon wieder so ein tendenziöser Artikel, der nichts mehr mit seriösem Journalismus zu tun hat: Alle Eltern, die beim Thema Frühsexualisierung und Genderwahn nicht lautstark "Hurra!" brüllen wie es die EU-Diktatoren vorschreiben, können natürlich nur ultrakonservativ und ultrarechts sein. Mit weiteren Artikeln dieser Machart schafft sich das Handelsblatt systematisch selbst ab.

  • Und wieder versucht der (für seine "Meinung" bezahlte) Redakteur die besorgten Eltern in eine bestimmte Richtung zu drängen. Wer nicht homophil und dem Genderwahnsinn verfallen ist kann nur Ultrakonservativ bzw. religiös sein und vielleicht noch sogar ein verkappter Nazi.

    Für wie dumm haltet ihr das Volk? Die Mainstream Presse macht sich doch mittlerweile immer mehr zum Clown.

    Gut so dass diese Medien alle dem Konkurs entgegen gehen.

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