Um Schadenbegrenzung wegen Folter im Irak bemüht
Bush gibt Rumsfeld weiter Rückendeckung

Zwar hat sich US-Präsident George W. Bush am Wochenende bemüht, im Skandal um die Misshandlungen von irakischen Gefangenen den Schaden zu begrenzen, den unter Druck geratene US-Verteidigungsminister will er aber nicht fallen lassen. Donald Rumsfeld hat weiter die politische Rückendeckung von Bush.

HB WASHINGTON. US-Präsident George W. Bush hat sich am Wochenende um Schadenbegrenzung im Skandal um die Misshandlungen von irakischen Gefangenen durch US-Soldaten bemüht. Anders als das Rote Kreuz kam Bush zu der Einschätzung, die Vorkommnisse im Abu-Ghraib-Gefängnis seien auf „das Fehlverhalten einiger weniger“ zurückzuführen.

Diese Taten seien jedenfalls kein Ausdruck des Charakters der über 200 000 Militärangehörigen, die im Irak seit Beginn der Operation Freiheit für Irak ihren Dienst geleistet hätten, sagte Bush am Samstag bei seiner wöchentlichen Rundfunkansprache. Wie zuvor Bush stellte sich am Sonntag auch Vize-Präsident Dick Cheney hinter Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, der einen Rücktritt wegen der Vorfälle abgelehnt hatte. Nach einem Zeitungsbericht gibt es weitere hunderte Fotos von Misshandlungen, die von Rumsfelds Ministerium gesichtet worden seien. Auch sollen die USA auf Guantanamo Bay fragliche Verhörmethoden genehmigt haben.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hatte festgestellt, es habe dicht an den Tatbestand der Folter heranreichenden Misshandlungen von Gefangenen im Irak schon häufiger gegeben. Womöglich seien sie mit Wissen und Billigung der Streitkräfte begangen worden.

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