Umfassende Streiks geplant
Thailand: Gewerkschaften wollen Telefonleitungen kappen

Den einwöchigen Protesten in Thailand haben sich auch zahlreiche Gewerkschaften aus dem öffentlichen Dienst angeschlossen. Sie wollten dafür sorgen, dass Regierungsbüros weder mit Strom noch mit Wasser versorgt werden. Außerdem sollten auch Bahn -, Flug- und Straßenverkehr sowie Telekommunikation beeinträchtigt werden.

HB BANGKOK. Wie genau sich der Ausstand auswirkt, war am Mittwochmorgen zunächst nicht klar. Auf jeden Fall fühlt sich die Opposition von der Ankündigung in ihrem Kampf gegen die Regierung bestärkt.

Die Opposition fordert den Rücktritt des 73-jährigen Regierungschefs Samak Sundaravej. Sie unterstützt den Militärputsch von 2006, bei dem der damalige Regierungschef Thaksin Shinawatra gestürzt wurde. Dem im Dezember 2007 gewählten Ministerpräsidenten Samak wirft die Protestbewegung vor, von Thaksin gesteuert zu werden. Die Opposition macht die westliche Demokratie dafür verantwortlich, dass die Korruption in Thailand ständig zunimmt.

Wegen der Unruhen im Land hat das Auswärtige Amt Reisende vor möglichen Gefahren in der Hauptstadt Bangkok gewarnt. Es empfahl dringend, "Demonstrationen und sonstige größere Menschenansammlungen zu meiden, auch um sich nicht dem Risiko eventueller Sprengstoffanschläge auszusetzen". Außerdem sollten Reisende das Regierungsviertel meiden, da sich dort die Demonstrationen konzentrierten. Eine Reisewarnung sprach das Amt aber trotz des in Bangkok verhängten Ausnahmezustands nicht aus.

Ein Sprecher sagte, man habe "einen genauen Blick auf Thailand" und werde die Reise- und Sicherheitshinweise gegebenenfalls schnell anpassen. Bei blutigen Zusammenstößen zwischen Anhängern und Gegnern von Ministerpräsident Sundarajev Samak war am Dienstag ein Mensch ums Leben gekommen, 43 wurden verletzt. Über die Zahl deutscher Urlauber in dem Land hat das Auswärtige Amt keine Angaben.

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