Umfrage

Briten wollen der EU den Rücken kehren

Würde es eine Volksabstimmung über den Verbleib in der EU geben, Großbritannien stünde wohl nicht mehr lange auf der Mitgliederliste. Laut einer Umfrage möchten vor allem die Anhänger von Premier Cameron Goodbye sagen.
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Besucher gehen während der Olympischen Sommerspiele mit Union-Jack-Regenschirmen über das Gelände. Quelle: dpa

Besucher gehen während der Olympischen Sommerspiele mit Union-Jack-Regenschirmen über das Gelände.

(Foto: dpa)

LondonBei einem Referendum würde eine Mehrheit der Briten gegen einen Verbleib ihres Landes in der Europäischen Union stimmen. Das ergab eine am Sonntag in der Zeitung "The Observer" veröffentlichte repräsentative Umfrage von Optimum Research. Demnach würden 34 Prozent auf jeden Fall für einen Austritt stimmen und 22 wahrscheinlich. Nur elf Prozent wären dagegen mit Sicherheit für den Verbleib im Staatenbund, 19 Prozent vermutlich. 14 Prozent der Befragten waren unschlüssig.

Bei den Wählern der Konservativen Partei von Premierminister David Cameron war der Anteil der Austrittsbefürworter mit 68 Prozent am höchsten, gefolgt von denen der oppositionellen Labour-Partei mit 44 Prozent und denen der an der Regierung beteiligten Liberaldemokraten mit 39 Prozent.

Bei Parlamentswahlen wollten 39 Prozent der Befragten für Labour stimmen, 32 Prozent für die konservativen Tories, zehn Prozent für die Anti-EU-Partei UK Independence Party, acht Prozent für die Liberaldemokraten von Vize-Premier Nick Clegg und elf Prozent für andere Parteien.

 
  • afp
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37 Kommentare zu "Umfrage: Briten wollen der EU den Rücken kehren"

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  • Es ist einfach nur noch "unangenehme", wenn es um Themen geht, die uns die EU-Bürokratie aufs Auge drückt. Dass die Engländer glauben "eigene Rechte" zu haben, egal was in den Verträgen steht, ist doch recht einfach zu verstehen - wenn jeder Sonderwunsch erfüllt wird! Und unsere ostdeutsche Planwirtschaftlerin fällt sowieso auf jeden rein => vgl. "Freundschaft Ackermann"

  • meinen Sie nicht, dass der Einfluss der USA deutlich überwiegt?

  • ...wie kann man Brite werden?

  • Eine systemübergreifende Lösung.

    US_Bankenaufsicht, Thomas Hoenig:

    "Man muss das Richtige tun. Das ist letztlich wichtiger als alle an Bord zu haben und mit einem Rahmenwerk zu leben, das nicht funktioniert"..
    zu Basel III

  • Die Briten wollen nicht Bestandteil der EUSSR werden. Das ist deren Motivation! Es läuft alles schief in der EU. Die Briten sind nicht so willensfanatisch, daß sie sich an "politischen Projekten", "koste es, was es wolle" beteiligen.
    Das hat nichts mit den aktuellen Problemen der britischen Wirtschaft zu tun. Die Briten sind mit ihrer Finanz"industrie" völlig auf dem falschen Dampfer. Im Zusammenhang mit der EU haben die Briten jedenfalls mein absolutes Wohlwollen!

  • Würde man die Menschen in Deutschland fragen, ob sie in der EU bleiben möchten, so würden 99,9% mit "JA" antworten!
    Denn sie haben ja die schrecklichen Bilder von den Millionen unterernährten und obdachlosen Menschen in der Schweiz, in Norwegen und Singapur vor Augen. Das kann doch keiner wollen.

    Weil das Zentral-Komitee in Brüssel den Willen seiner Untergebenen somit schon kennt, werden wir auch nicht gefragt. Ist doch logisch, oder?

  • @ Guido

    Zitat : Wenn die in der EU bleiben, werden wir sie bald retten müssen.

    Sehr trefflich bemerkt ! Und damit wir die ganze EU-Schmarotzerei nicht retten müssen,wäre es am klügsten, wenn wir selbs so schnell wie möglich aus dem kaputten Verein austreten ! Alles andere wird uns Jahrzehnte weiter herunterziehen, wobei wir zuerst auch unseren eigenen Hausaufgaben lösen müßen..!

  • Für WAS brauchen wir die EUROKRATEN? Die EU kostet uns nur noch mehr Geld! Wir Bürger sind doch einfach nur noch MACHTLOS. Die Regierung fordert mehr Europa und meint damit "MEHR KOMPETENZEN AN RÄTE/KOMMISSSIONEN in Brüssel. Zum Teufel damit! Wir sind doch schon dabei, dass die Demokratie ausgehebelt wird und erleben dabei das kollektive VERSAGEN der Parteien! Soll man das tatenlos zulassen????
    Interessanter link hierzu unter: www.zivilekoalition.de

  • So ist es.

    Die Gesamtverschuldung in Relation zum BIP ist in Großbritannien weitaus schlimmer als in Italien. Zählt man die Bankenschulden hinzu, dann steht Großbritannien in Sachen Gesamtverschuldung sogar extrem viel schlechter da als Griechenland.

    Großbritannien hat dazu ein heftiges Außenhandelsdefizit.
    Großbritannien hat immer noch eine hohe Neuverschuldung.
    Großbritanniens BIP basiert vor allem auf dem Hokuspokus der (Schatten-)Banken und nicht auf echter Wertschöpfung.
    In den USA und der Eurozone schrumpfen sogenannte Schattenbanken seit 2007. In Großbritannien wachsen sie massiv.
    Während die Industrie in Deutschland 2011 um kräftig wuchs, ist sie in Großbritannien weiter geschrumpft.
    Während die Inflation in der Eurozone bei 2-2,5 liegt, beträgt sie in Großbritannien über 4%.
    Die negativen Zahlen ließen sich endlos fortsetzen.

    Wenn die Briten in ihrem lustigen Mix aus Hochmut und Einfältigkeit aus der EU austreten, können wir uns alle nur beglückwünschen. Die glauben immer noch, sie seien eine bedeutende Weltmacht. Dabei ist Großbritannien durch und durch kaputt und marode. Wenn die in der EU bleiben, werden wir sie bald retten müssen. Da winken wir doch lieber freudig zum Abschied.

  • Frankreich ist vor Jahren abgezogen, und lenkt Deutschland seit 1955. Nicht die Briten haben uns den Euro aufgedrueckt.....

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