Umfrage in Griechenland: Radikale Linke wäre Sieger von Neuwahlen

Umfrage in Griechenland
Radikale Linke wäre Sieger von Neuwahlen

Gerade vier Tage ist die Parlamentswahl in Griechenland her, doch bei Neuwahlen würde die Parteienlandschaft weiter durcheinander gewirbelt. Einer Umfrage zufolge würde die radikale Linke zum großen Wahlgewinner.
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AthenSollten in Griechenland erneut Neuwahlen stattfinden, wären europakritische Kräfte die Gewinner. Das Bündnis der Radikalen Linken (Syriza) würde mit 23,8 Prozent klar stärkste Partei werden. Syriza lehnt die Sparprogramme der Troika aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank unter Internationalem Währungsfonds strikt ab.

Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Marc, deren Ergebnis der griechische Fernsehsender Alpha am Donnerstagabend ausstrahlte. Die stärkste Partei erhält zusätzlich 50 Mandate im 300 Sitze umfassenden Parlament. Bei der Wahl am 6. Mai hatte keine Partei die absolute Mehrheit erreicht. Sondierungsgespräche zur Bildung einer Koalition sind bislang ohne Ergebnis geblieben.

Der Umfrage nach käme das Bündnis der Radikalen Linken (Syriza) auf 23,8 Prozent (6. Mai: 16,8 Prozent). Die konservative Nea Dimokratia (ND) verlöre leicht von 18,85 auf 17,4 Prozent. Die Panhellenische Sozialistische Bewegung (Pasok) fiele auf 10,8 Prozent (13,18) und die Unabhängigen Griechen (AE) auf 8,7 Prozent (10,6). Die Kommunisten (KKE) bekämen 6,0 Prozent (8,48 Prozent), die Faschistische Goldene Morgenröte (ChryssiAvgi) 4,9 Prozent (7) und die Demokratische Linke (Dimar) 4,2 Prozent (6,11).

Neuwahlen stehen in Griechenland an, wenn es keiner der Parteien gelingt, eine Koalitionsregierung auf die Beine zu stellen. Syriza und die ND sind bereits mit dem Versuch gescheitert, derzeit versucht es die sozialistische Pasok als letzte Partei.

Kommentare zu " Umfrage in Griechenland: Radikale Linke wäre Sieger von Neuwahlen"

Alle Kommentare
  • Wir sind auch nicht frei in unseren Entscheidungen, sonst würden eine Menge Leute entscheiden, mit der Kreditkarte unserer Nachbarn einkaufen gehen zu können. Trotzdem wäre es vielleicht nicht schlecht, wenn die Linke das Heft in die Hand nimmt und aus den verlogenen Betrügern und Dieben die 400 Milliarden herauskitzelt, die auf Konten in der Schweiz, in London und Berlin versteckt wurden. Doch die Linke stellt sich dort sehr ungeschickt an und stimmt im Chor der Diebe ein mit dem Ruf : "Haltet den Dieb". Vernunft ist hier erste Bürgerpflicht. Das Geld würde locker reichen, um das Land zu retten. Wie sagte ein ehemaliges Staatsoberhaupt: "Geld ist vorhanden". Gelegentlich wird in der Politik auch die Wahrheit gesagt.

  • @Analyst:

    Griechenland zu boykotieren macht keinen Sinn.

    Das Gegenteil, nämlich verstärkt griechische Produkte kaufen und dort Urlaub machen (das Land soll ähnlich schön sein wie die Türkei, der es wirtschaftlich gut geht), macht Sinn. Das würde den Grund für die Misere
    - wirtschaftliche Ungleichgewichte - zumindest mildern und damit indirekt auch uns helfen.

    Dieses Land braucht Hilfe und die Poltik in Berlin und Brüssel (besonders dort) wird diese wegen planmäßiger Inkompetenz aller Beteiligten dort nie leisten können.

  • Hallowach
    Aus welcher linken Parteizentrale haben sie dich denn losgelassen? Es ist eine Beleidigung für die betroffenen griechischen Normalbürger, wenn man die griechischen Ursachen auf deutsche Verhältnisse überträgt. Jeder Grieche wäre froh und dankbar deutsche Verhältnisse zu haben.
    Vermutlich Herr Hallowach reichen dir die deutschen Sozialleistungen noch nicht um deinen Alkoholkonsum zu finanzieren. So vollgedröhnt bleiben dir drei Möglichkeiten: Sich der Linkspartei oder den Piraten anzuschliessen oder nach Griechenland auszuwandern um hautnah den Unterschied der Lebensverhältnisse kennenzulernen.



  • Das DEUTSCHE Problem ist letztendlich auf das korrupte politische System und ihrer Begünstigten zurückzuführen. Über Jahrzehnte hat man sich mit tendenziell steigenden Vergünstigungen einen Wohlstand angeeignet. Politiker und der gesamte Beamtenapparat sowie der gesamte öffentliche Dienst haben Ihre BÜRGER mit gefälschten Angaben über Jahrzehnte hinweg betrogen. Selbst jetzt feilscht die politische Kaste um ihre Privilegien. Die Rechnung hierfür sollen nach ihrer Denke die übrigen Euro-Staaten zahlen. Die Lebensumstände des normalen Durchschnittsbürgers, der bereit ist (und bis zu seiner Arbeitslosigkeit auch war)gehen dieser Kaste - ebenso wie den korrupten Millionäros - am A.... vorbei.
    Wer glaubt, dass DEUTSCLAND durch die Arbeit seiner Politiker wieder in normale Verhältnisse zurückgeführt werden kann ist ein Träumer.

  • Bitte, laßt diese GR NEU WÄHLEN !!! Tschüß!

  • Was ist daran so schlimm wenn die Radikalen Linken die Wahl gewännen.
    Die stolzen Griechen sind frei in ihrer Endscheidung, so wie wir frei in unseren Entscheidungen sein sollten. Also bitte, lass sie ihr Ding machen, und wir das unsrige.

  • Das Griechische Problem ist letztendlich auf das korrupte politische System und ihrer Begünstigten zurückzuführen. Über Jahrzehnte hat man sich mit tendenziell steigenden Vergünstigungen einen Wohlstand angeeignet. Politiker und der gesamte Beamtenapparat sowie der gesamte öffentliche Dienst haben die übrigen EU-Staaten mit gefälschten Angaben über Jahrzehnte hinweg betrogen. Selbst jetzt feilscht die politische Kaste um ihre Privilegien. Die Rechnung hierfür sollen nach ihrer Denke die übrigen Euro-Staaten zahlen. Die Lebensumstände des normalen Durchschnittsbürgers, der bereit ist (und bis zu seiner Arbeitslosigkeit auch war)gehen dieser Kaste - ebenso wie den korrupten Millionäros - am A.... vorbei.
    Wer glaubt, dass Griechenland durch die Arbeit seiner Politiker wieder in normale Verhältnisse zurückgeführt werden kann ist ein Träumer. Es ist abzusehen, dass Griechenland die Eurozone im Sommer, nach Einstellung der EU-Zahlungen verlassen muß. Die Folge werden massive soziale Unruhen sein. Und hier ist nicht auszuschliessen, dass dann das Militär putscht; mit allen hieraus ergebenden Konsequenzen (z.B. auch Austritt aus der EU). Vermutlich wäre dies aber der richtige Weg um sich wieder ohne die korrupte politische Kaste zu erneuern.

  • Die Welt online schreibt heute dass der Verlierer bei einer erneuten Wahl die radikale Linke Syriza waere!? Der Verfasser scheint wohl die neuesten Umfragewerte nicht zu kennen. Noch befremdlicher ist die Aussage, dass selbst im Falle eines Wahlsieges der Syriza ihr die 50 Bonusmandate nicht zustehen, da es sich nicht um eine Partei sondern um ein Buendniss von verschiedenen Parteien handelt. Hat die Welt online etwas geraucht bevor sie diesen Artikerl ins Netz gestellt hat, oder hat sie am Ende sogar Recht mit ihrere Behauptung?

  • @Jakob: Warum soll ich noch einen müden Cent in der Ägäis versenken?
    Ich finde unsere Rentner, die ihr Leben lang gearbeitet haben, dürfen DIESES Geld jetzt mal geniessen. Erkläre es ihnen mal. Meine Meinung, was die Müßiggänger südlich der Alpen betrifft, habe ich seit den Wahlen dort grundlegend geändert. Kein Geld mehr. Feierabend. Urlaub erst, wenn die Drachme wieder eingeführt wurde. Wenn überhaupt. Übrigens: Ich finde die Axel Springer AG incl. "Bild" top. Weil profitabel. Ihnen empfehle ich folgendes Buch von Jan Fleischhauer: "Unter Linken". Herrlich!

  • Liebe HB-Online-Redaktion,
    sehr geehrter Herr Stock,

    auch wenn wahrscheinlich viele Kommentatoren Ihre Auffassung vom Grundsatz her teilen, so wird es den meisten dennoch nicht möglich sein, unter ihrem echten Namen zu mailen.
    Auch mir nicht. Ich lebe in Griechenland und muss bei Angabe meines Namens um meine Unversehrtheit fürchten.
    Andere möchten nicht, dass der Chef liest, was man schreibt. Oder dass die Mitarbeiter die Meinung in allen Einzelheiten kennen.
    Ihr Wunsch ist daher unrealistisch.
    Das Netz ist doch eigentlich die einzige Möglichkeit, die Meinung frei zu äußern. Sie sollten daher lieber an den Anstand appellieren - immer wieder eben, wenn das nötig ist. Und einfach mehr redigieren, wenn Ihnen der Ton oder der Inhalt nicht gefällt.
    Und vielleicht sollten Sie sich auch dafür einsetzen, dass der Bürgerwille mehr akzeptiert wird. Denn die vielen missgelaunten Kommentare haben doch eine Ursache. Je weniger die Bürger die Möglichkeit haben, ihre Geschicke selbst zu bestimmen, weil sich Lobbyisten stets durchsetzen, umso mehr wird der rüde Ton zunehmen. Sie sollten also lieber mithelfen, die Ursachen der Misstöne zu bekämpfen, als sie leise zu stellen.

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