Umfrage
Jeder dritte Europäer hat Angst um seinen Job

Jeder dritte Europäer fürchtet laut einer EU-Umfrage wegen der Wirtschaftskrise um seinen Arbeitsplatz. Außerdem zeigen die meisten EU-Bürger überzeugt, dass der Höhepunkt der Wirtschaftskrise noch gar nicht erreicht ist. Welche Länder am pessimistischsten sind und wie die Deutschen bangen.

HB BRÜSSEL. 32 Prozent der Bürger erklärten in der am Freitag von der EU-Kommission veröffentlichten Umfrage, sie machten sich große Sorgen um ihren Arbeitsplatz. Zudem befürchten 61 Prozent der Befragten, dass in der Wirtschaftskrise das Schlimmste noch bevorstehe. „Die Europäer sind verständlicherweise beunruhigt, wenn es um Auswirkungen der Krise auf ihre Arbeitsplätze und Familie geht“, sagte der EU-Kommissar für Beschäftigung und Soziales, Vladimir Spidla. Für die Erhebung wurden 29 768 Menschen in den 27 EU-Staaten sowie in der Türkei, Kroatien und Mazedonien befragt.

Am optimistischsten sind die Schweden und die Dänen mit jeweils 7 Prozent. Unter den befragten Deutschen erklärte jeder Fünfte, er habe Angst um seinen Job. 27 Prozent der befragten Bundesbürger fürchten zudem um den Arbeitsplatz ihres Partners, 36 Prozent um die Zukunft ihrer Kinder. Verglichen mit anderen Europäern sind die Deutschen damit noch relativ optimistisch: Europaweit äußerten 38 Prozent der Befragten die Befürchtung, dass ihr Partner entlassen werden könnte. Um den Arbeitsplatz ihrer Kinder fürchten sogar 47 Prozent.

Insgesamt sind die Europäer in der Wirtschaftskrise weniger zuversichtlich, einen neuen Job zu finden, falls sie ihren Arbeitsplatz verlieren sollten. Mit 33 Prozent glaubt jeder dritte Europäer nicht daran, innerhalb eines halben Jahres eine neue Stelle zu bekommen. Im Herbst 2008 waren es nur 28 Prozent. Nach Angaben der EU-Kommission werden die Europäer mobiler. 44 Prozent der Deutschen sind laut Studie bereit, sich in einer anderen Stadt auf einen Job zu bewerben. 72 Prozent aller Europäer setzen laut Kommission Hoffnungen in die Europäische Union und glauben, dass sie eine positive Wirkung auf die Beschaffung neuer Arbeitsplätze haben kann.

Sehr verängstigt zeigen sich die Litauer. 63 Prozent der Befragten bangten dort um ihren Arbeitsplatz. Am pessimistischsten zeigten sich jedoch die Spanier: 65 Prozent von ihnen fürchten um den eigenen Job, mehr als 70 Prozent um die Arbeitsplätze ihrer Angehörigen. In Spanien liegt die Arbeitslosenquote derzeit über 18 Prozent, höher als in allen anderen EU-Staaten.

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