Umfrage
Labour-Party übersteht Affäre unbeschadet

Die Kelly-Affäre hat dem Ansehen Tony Blairs geschadet - an seiner Partei scheint sie jedoch ohne negative Folgen vorüberzuziehen. Beim Wahlvolk ist die Labour-Party im Moment äußerst beliebt.

HB LONDON. Die Labour-Partei des britischen Premierministers Tony Blair hat in den vergangenen Wochen deutlich an Popularität gewonnen. Nach einer am Montag in der „Times“ veröffentlichten Umfrage unter 1 011 Erwachsenen käme Labour jetzt bei einer Wahl auf 39 % der Stimmen, 5 % mehr als Anfang August. Die Konservativen liegen bei 34 %, die Liberaldemokraten bei 19 %. Auch Blairs persönlicher Zustimmungswert verbesserte sich.

Labour steht nun wieder so gut da wie im Mai, bevor die Diskussion über die bisher fehlenden Massenvernichtungswaffen im Irak einsetzte und die Kelly-Affäre begann. Dies ist um so erstaunlicher, da die Regierung durch die richterliche Untersuchung zur Kelly-Affäre in der zweiten August-Hälfte ständig negativ in den Schlagzeilen war. Die Tatsache, dass sich die Regierungspartei dennoch behauptet hat, wird von Meinungsforschern unter anderem auf die Schwäche der Opposition zurückgeführt. So seien die Konservativen unter ihrem weithin als farblos betrachteten Führer Iain Duncan Smith zu weit nach rechts abgedriftet, um wirklich eine Alternative zu sein.

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