Umfrage Deutsche plädieren für Euro ohne Griechen

Für den Euro wird es eng. Davon ist zumindest die Hälfte der Deutschen in einer Umfrage überzeugt. Einige Länder werden austreten, sagen sie. Viel Zustimmung gibt es für ein Ausscheiden Griechenlands.
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Eine griechische Euromünze und eine Münze von 20 Drachmen, der ehemaligen griechischen Währung. Quelle: dpa

Eine griechische Euromünze und eine Münze von 20 Drachmen, der ehemaligen griechischen Währung.

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BerlinEuro-Zone ohne Griechenland? Mehr als zwei Drittel der Menschen in Deutschland plädieren in einer Umfrage für einen Austritt des Landes. 69 Prozent der Befragten wollen Hellas ohne Euro, wie das Meinungsforschungsinstitut YouGov am Mittwoch berichtete. Lediglich 17 Prozent sprechen sich gegen einen Austritt aus.

Am Sonntag wird in Griechenland wieder gewählt, nachdem sich die Parteien nach der Wahl am 6. Mai nicht auf eine Koalitionsregierung einigen konnten. Die Wahl gilt als Entscheidung für oder gegen einen Reform- und Sparkurs des Landes.

Aber nicht nur zu Griechenland beziehen die Befragten in der Umfrage Stellung. Nur eine knappe Mehrheit der Deutschen (52 Prozent) würde bei einem Referendum dafür stimmen, in der EU zu bleiben. Rund ein Drittel (29 Prozent) würde für einen Austritt stimmen.

Sehr kritisch sehen die Befragten auch die Zukunft der Gemeinschaftswährung Euro. Jeder zweite Befragte (50 Prozent) ist der Meinung, dass einige Länder wie beispielsweise Griechenland aus der Eurozone ausscheiden werden. Rund jeder fünfte Deutsche (21 Prozent) rechnet damit, dass der Euro die kommenden zehn Jahre nicht überleben wird und dass die Euroländer wieder ihre alten Währungen einführen. Nur 22 Prozent der Befragten aus Deutschland gehen davon aus, dass der Euro als Ganzes die kommenden zehn Jahre überstehen wird.

Allerdings wäre ein Zusammenbruch der Gemeinschaftswährung schlecht für die deutsche Wirtschaft, ist rund die Hälfte der Deutschen überzeugt (52 Prozent). Lediglich 18 Prozent halten ein Ende des Euro für gut für die deutsche Wirtschaft. Darin unterscheiden sich die Befragten in der Bundesrepublik deutlich von denen in Frankreich. Dort halten sich die Pessimisten (26 Prozent) und Optimisten (22 Prozent) eines Zusammenbruchs mit Blick auf die französische Wirtschaft etwa die Waage. 43 Prozent der Befragten sind sich nicht sicher, welchen Effekt der Zusammenbruch für die französische Wirtschaft hätte.

In Deutschland ließ YouGov für seine Erhebung 1034 Menschen zwischen Ende Mai und Anfang Juni befragen. Nach Angaben des Meinungsforschungsinstitutes sind die Ergebnisse repräsentativ für die Bevölkerung ab 18 Jahren. Die statistische Fehlerquote liege zwischen 1,4 und 3,1 Prozentpunkten.

  • dpa
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10 Kommentare zu "Umfrage: Mehrheit der Deutschen plädiert für Euro ohne Griechen"

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  • Warum soll der Deutsche-Erwerbstätige für die Schulden
    der anderen Staaten aufkommen? Der €uro wurde schon bei der
    Einführung unter falschen Voraussetzugen eingeführt, die
    Staaten sind und waren zu unterschiedlich. z.Beispiel:
    Mein Nachbar würde meine Hypothek auch nicht bezahlen.
    bezahlen,weil ich nicht liquide bin.

  • Träum weiter

    Schon mal was davon gehört, dass wir uns noch IMMER im Krieg mit den Alliierten befindet??

  • Es ist irgendwie unterhaltsam das die Kommentare hier mehr Kompetenz und Wissen aufzeigen als die der Politiker und Redakteure. Euro ohne Deutschland ist die einzige sinnvolle Option nach dem aktuellen Stand.

  • Den Euro wird es so lange geben, wie Deutschland bereit ist, die leistungsschwächeren und wettbewerbsscheuen Staaten zu subventionieren. Es gab keinen vernünftigen Grund ein Erfolgsmodell wie die D-Mark abzuschaffen. Eine solche Entscheidung konnte nur von Politikern getroffen werden, die nicht mit eigenem Vermögen für die finanziellen Folgen ihrer Entscheidungen haften. Unsere Politiker hatten gute Gründe die Wähler nicht über die Einführung der Euro abstimmen zu lassen. Es gab dafür zu keinem Zeitpunkt eine Mehrheit.

  • Man sollte in Deutschland auch mal abstimmen, bevor Grüne, Rote und der Rest unser Geld unter die Europäer bringen...

  • Sehe ich auch ähnlich.

  • Ich plädiere für einen Euro MIT den Griechen, aber OHNE Deutschland.

  • Ich plädiere für den Euro ohne Deutschland!
    Und außerdem für die Abwicklung der EU!

  • Ja auch ich bin für den Austritt Griechenlands aus dem EURO, denn bereits bei Eintritt in den EURO hatten griechische Politiker geschummelt und falsche Haushaltszahlen nach Brüssel gemeldet.

    In den EURO gehören nur EU-Länder, die annähernd wirtschaftlich gleich stark sind, und wettberwerbsfähig sind. Bei Zypern oder Malta kann man meinetwegen eine Ausnahme mahchen, da diese Inselstaaten sehr klein sind, und nicht ins Gewicht fallen.

    Aber bereits ein Land wie Griechenland hat nichts im EURO-Raum verloren.

    Hoffentlich ist es den Politikern künftig eine Lehre, dass nur noch Länder in den EURO kommen, die wirtschaftlich stark genug sind und deren Haushaltszahlen auch stimmen. Auch viele EU-Bewerberstaaten aus Osteuropa, die Schlange stehen und den EURO wollen, sind nicht geeignet und sollten besser draussen bleiben und nicht den EURO erhalten.



  • Deutschland ohne Euro!
    Das wäre viel besser!!!

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