Umsetzung vor "politischem Stillstand" durch Bundestags-Wahlkampf gefordert
Transnet fordert Verdoppelung der Lkw-Maut

HB BERLIN. Die Lkw-Mautgebühr muss nach Ansicht von Norbert Hansen, dem Vorsitzenden der Verkehrsgewerkschaft Transnet, vom kommenden Jahr an in kürzeren Abständen angehoben werden. Die Stufen müssten schneller aufeinander folgen, wenn man nicht nur Einnahmen erzielen, sondern auch finanziellen Druck erzeugen wolle, der Frachtkunden dazu bringe, stärker über Alternativen nachzudenken, sagte Hansen der Nachrichtenagentur AP.

Er verlangte im kommenden Jahr eine Verdopplung der Maut. «Meine Forderung ist, die zweite Stufe 2006 einzuführen und damit die Maut zu verdoppeln und auf 25 Cent anzuheben.» Derzeit liegt die Maut bei 12,4 Cent pro Kilometer. Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) «sollte den Mut haben», die Forderung noch umzusetzen, bevor wegen des Bundestags-Wahlkampfes der politische Stillstand einsetze, so Hansen.

Die Politik solle «nicht zu lange warten mit der Erhöhung» der Maut, mahnte der Gewerkschaftschef, der auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bahn ist. Es sei von vornherein klar gewesen, dass die jetzige Mautgebühr «nur eine Einstiegsgröße ist». Immer wieder sei erklärt worden, dass man stufenweise «höhere Beiträge erreichen» müsse, wenn man es ernst mit dem Vorhaben meine, die Kosten des Transports den tatsächlichen Verursachern anzulasten.

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