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Umstritten: Chile und USA vereinbaren Atom-Zusammenarbeit

Trümmer in Santiago de Chile nach einem Erdbeben der Stärke 7,2 im März 2010. Quelle: dpa
Trümmer in Santiago de Chile nach einem Erdbeben der Stärke 7,2 im März 2010. Quelle: dpa

Santiago de ChileKurz vor dem Besuch von US-Präsident Barack Obama in Chile haben beide Seiten ein umstrittenes Abkommen über eine nukleare Zusammenarbeit unterzeichnet.

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Die Vereinbarung, die eigentlich während des Obama-Besuchs besiegelt werden sollte, wurde angesichts der Atom-Katastrophe in Japan vorgezogen. Der chilenische Außenminister Alfredo Moreno und der US-Botschafter in Santiago de Chile, Alejandro Wolff, unterzeichneten das Abkommen am Freitag.

Vor kurzem hatte Chile schon eine ähnliche Vereinbarung mit Frankreich getroffen. Moreno betonte, das Abkommen sehe nicht den Bau eines Atomkraftwerkes vor, sondern beziehe sich auf die wissenschaftliche Zusammenarbeit und Schulung chilenischer Techniker.

Umweltschützer kritisierten jedoch, dass Investitionen in die Atomkraft angesichts der häufigen und schweren Erdbeben in Chile nach den katastrophalen Erfahrung in Japan keinen Sinn machten.

Auch der frühere Präsident Ricardo Lagos kritisierte die Vereinbarung. Erst vor gut einem Jahr war die dicht besiedelte Region südlich von Santiago durch ein Erdbeben der Stärke 8,8 verwüstet worden. Ein Tsunami hatte ähnlich wie jetzt in Japan weite Küstenabschnitte zerstört.

Das aufstrebende Land verfügt über keine nennenswerten fossilen Energiequellen. Gegner der Kernkraft verweisen jedoch auf die bei weitem nicht ausgeschöpften Möglichkeiten, mit Energie sparsamer umzugehen sowie auf Wasser-, Wind- und Sonnenkraft.

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