Umstrittene Anleihenkäufe
Finnischer Zentralbankchef verteidigt EZB

Die Europäische Zentralbank kauft Anleihen ohne Limit. Bis auf Deutschland scheint es keinen Kritiker unter den Notenbankern zu geben. Auch Finnlands Notenbankchef lobt die EZB.
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HelsinkiDer finnische Zentralbankchef Erkki Liikanen hält die Entscheidung der Europäischen Zentralbank, wieder Anleihen von Schuldenstaaten zu kaufen, für richtig. "Natürlich hätte ich mir Einstimmigkeit gewünscht. Aber wenn man das nicht erreichen kann, ist es wichtig, dass die Europäische Zentralbank in dieser Krise unter allen Umständen ihre Handlungskraft behält", sagte er in einem Gespräch mit dem Handelsblatt (Montagsausgabe) in Hinblick auf die ablehnende Haltung von Bundesbankchef Jens Weidmann. Weidmann hat sich vor Kurzem als einziges EZB-Ratsmitglied gegen die Ankäufe von Anleihen der Schuldenstaaten ausgesprochen.

Der 61-jährige Finne fordert die schnellere Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle des EZB-Rates. Liikanen, selbst Mitglied des EZB-Rates, hält die bisherige Praxis, Sitzungsprotokolle erst nach 30 Jahren zu veröffentlichen, für überholt. "Das ist ein viel zu langer Zeitraum", sagte er dem Handelsblatt.

Liikanen begrüßte die Vorschläge von EU-Kommissionspräsident Manuel Baroso nach Einrichtung einer gemeinsamen europäischen Bankenaufsicht. "Wir haben einen europäischen Finanzmarkt, wir haben eine gemeinsame Geldpolitik im Euro-Raum, die Banken können europaweit agieren, werden aber nur national beaufsichtigt. Das ist nicht gesund", sagte er.

Helmut Steuer berichtet für das Handelsblatt aus Skandinavien. Regelmäßig ist er auch in der Ukraine unterwegs.
Helmut Steuer
Handelsblatt / Korrespondent

Kommentare zu " Umstrittene Anleihenkäufe: Finnischer Zentralbankchef verteidigt EZB"

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  • Barroso will die EZB überwachen:

    EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso will darüber wachen, dass sich die EZB an die europäischen Verträge hält und droht im Notfall mit einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof.
    15.9. 22:22 - Echtzeitnachricht

  • Die Doppelzüngigkeit der Euro-Betrüger hat doch Methode. Beispiel Bankenparadies-König Juncker: Heult rum, weil Deutschland angeblich ganz Europa "beherrschen" will, weil es den demokratisch nicht legitimierten Transfer von Billionen der Altersvorsorge seiner Bürger in Staaten mit vorsichtig ausgedrückt weniger weitsichtigen Kreditvergabetradition begrenzen möchte und drückt selbst ein 2. Mitglied in den EZB-Rat durch. Dort hat das "Weltreich Luxemburg mit seien paar Hundertausend Einwohnern jetzt genaus viel Stimmrecht wie Deutschland.

    Anderes Beispiel Italien: Dort hetzte neulich eine Zeitung, Deutschland würde mit zweierlei Maß messen, weil das Bundeverfassungsgericht das Hauhaltsrecht des Bundestages bestätigt und den ESM dezent in die Schranken verwiesen hat. Die Hetzpropaganda lief dabei so, dass Deutschland mit zweierlei Maß messen, weil es mit seinem "Sparfimmel" in das Haushaltsrecht anderer Saaten eingreife, selbiges aber bei sich nicht dulde. Dass es einen wesentlichen Unterschied macht, ob ich in anderer Staaten Haushaltsrecht eingreife, um zu verhindern, dass sie mein Geld ausgeben oder mir selbst vorbehalte von Fall zu Fall zu bestimmen, ob ich andere Länder mit meinem Geld stütze, verschwiegen die Heuchler ebenso, wie , dass natürlich für Deiutschland, wenn es durch Misswirtschaft auf fremde Hilfe angewiesen wäre, NATÜRLICH die gleichen Regeln gelten wie für alle.

  • Wenn das Spiel der EZB schlecht ausgeht, heben alle
    Mitwirkenden die Hände und beteuern, dass sie es schon
    immer gewusst haben. Wer erinnert sich dann noch an das
    Geschwätz von Gestern !

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