Umstrittene Sicherheitsfirma Washington will Blackwater-Vertrag im Irak verlängern

Die US-Regierung will auch weiterhin die umstrittene Sicherheitsfirma Blackwater zum Personenschutz im Irak beschäftigen. Das Außenministerium kündigte an, den Vertrag trotz eines ungeklärten Zwischenfalls, bei dem Blackwater-Angestellte 17 irakische Zivilisten erschossen, verlängern zu wollen.

HB WASHINGTON. Ungeachtet einer laufenden Untersuchung wegen des Todes von 17 Irakern will das US-Außenministerium den Vertrag mit der privaten Sicherheitsfirma Blackwater erneuern. Dies kündigte Gregory Starr vom Außenministerium am Freitag in Washington an. Angestellte von Blackwater hatten am 16. September vergangenen Jahres 17 Zivilisten im Irak erschossen. Der Zwischenfall wird noch von der US-Bundespolizei FBI untersucht.

Blackwater hatte erklärt, seine Angestellten hätten das Feuer nur erwidert, als sie angegriffen worden seien. Dagegen hatten nach irakischen Ermittlungen die Sicherheitsleute willkürlich gehandelt. Die USA beschäftigen private Sicherheitsfirmen im Irak zum Schutz von Diplomaten, Arbeitern und Regierungsmitarbeitern. Der US- Nachrichtensender CNN hatte Ende 2007 die Zahl der privaten Sicherheitskräfte im Irak mit schätzungsweise 25 000 angeben.

Starr erklärte, dem Vertrag mit Blackwater seien keine neuen Vorschriften hinzugefügt worden. Jedoch hatte US-Außenministerin Condoleezza Rice einige Änderungen veranlasst. Das US- Außenministerium hatte 2006 mit Blackwater einen Fünf-Jahres-Vertrag geschlossen, der aber jedes Jahr erneuert werden muss. Dieser Termin liegt im Mai. Starr betonte, die Schlussfolgerung der FBI- Untersuchung könne Einfluss auf die weitere Zusammenarbeit mit Blackwater haben. Die Regierung habe das Recht, Verträge zu kündigen, wenn dies notwendig sei.

„Der Vorfall vom 16. September war eine Katastrophe, aber er wird sorgfältig untersucht“, sagte Starr. Er räumte ein, wegen der Wirkung der Vertragsverlängerung auf die irakische Bevölkerung besorgt zu sein. Er sei aber zuversichtlich, dass sich die Gemüter nach der Einführung neuer Verhaltensregeln beruhigt hätten.

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