Umstrittener Bundesbanker: Auslandspresse zerreißt Sarrazins Thesen

Umstrittener Bundesbanker
Auslandspresse zerreißt Sarrazins Thesen

Auch im Ausland wird der Fall Sarrazin aufmerksam beobachtet: In der türkischen „Hürriyet“ verteidigt Sarrazin seine Thesen, während er in manchen türkischen Medien als Rassist bezeichnet wird. In Internetforen erntet Sarrazin allerdings auch vereinzelt Zustimmung. Eine Zusammenstellung internationaler Pressestimmen.
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>>Türkei: In einem Interview mit der Zeitung „Hürriyet“ verteidigte Sarrazin seine Thesen. In manchen türkischen Medien wird Sarrazin als „Rassist“ bezeichnet. In Internetforen erntet Sarrazin für seine Thesen aber auch vereinzelt Zustimmung – weil auch hier die Auswanderer aus Anatolien häufig als geistig minderbemittelt verunglimpft werden.

>>Großbritannien: Am Montag war auf der Insel ein Feiertag – aber Newsletter wie das „Eurointelligence Daily Briefing“ betonten, Sarrazins Äußerung über das „jüdische Gen“ hätte ausreichen müssen, um jede politische Karriere zu beenden.

>>Griechenland: Die Wirtschaftszeitung „Imerissia“ macht den Fall zum Aufmacher der Auslandsberichterstattung – unter der Überschrift „Ein Buch des rassistischen Hasses von einem Offiziellen der Buba“.

>>USA: Hier spielt das Thema nur am Rande ein Rolle. Immerhin schaffte es Sarrazin zu einem längeren Einspalter in der „New York Times“. Darin wird vor allem auf die Kritik eingegangen, die seine Äußerungen in Deutschland ausgelöst haben.

Von Gerd Höhler, Georg Watzlawek und Markus Ziener.

Kommentare zu " Umstrittener Bundesbanker: Auslandspresse zerreißt Sarrazins Thesen"

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  • ich bin der Meinung, dass man die Meinung der ausländischen Presse zur Kenntnis nimmt, und zu unseren wirklichen Problemen zurück kehrt. Ein Rad an die Auslands Presse, nehmen sie sich den eigenen Problemen an.
    Danke

  • ihr Artikel mag in sich vllt. stimmig sein, dennoch gibt es in der Auslandspresse auch zahlreiche positive Meinungen, selbst aus der Türkei. Denn auch dort lebende Türken kritisieren oft ihre "Landsmänner" in Deutschland, da diese ein falsches bild der Kultur abzeichnen.( ist es nicht so, dass es konservativen Muslimen hier besser ermöglicht wird, fanatische oder extreme Werte auszuleben, als in ihren Großstädten im eigenen Land ? )

    Ein wenig "breitere" berichterstattung würde dem Handelsblatt auch gut tun. Wäre doch wenigstens die Presse noch unabhängig, wenn es nun schon die bundesbank nicht mehr sein kann.....

  • @josemago: Wenn Sie irgendetwas von seinem Namen herleiten zu versuchen, ist das genauso dümmlich wie Sarrazins Gen-Hypthesen. Also lieber erstmal nachdenken...

    Oder bin ich Grünen-Mitglied weil ich Grüne Augen habe? Mitnichten.

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