Umstrittenes Atomprogramm Teheran macht wichtige Zugeständnisse

Der Iran pochte jahrelang auf sein Recht auf Urananreicherung. Die internationale Gemeinschaft sah das anders. Unter Präsident Rohani lockert sich die starre Haltung in Teheran. Eine überraschende Kehrtwende.
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Atom-Abkommen mit Iran noch in dieser Woche?

Atom-Abkommen mit Iran noch in dieser Woche?

WienSeit Beginn der Verhandlungen über das iranische Atomprogramm hat Teheran vehement auf seinem Recht zur Anreicherung von Uran bestanden. Mit der gleichen Vehemenz wiesen die USA die Forderung zurück. Auch nach mehr als zehn Jahren wollte keine Seite nachgeben. Bis jetzt.

Der Iran machte wenige Tage vor Beginn neuer Atomgespräche in Genf ein wichtiges Zugeständnis. Zwar betont die Regierung weiterhin, dass sie ein Recht auf eine Urananreicherung habe, erklärte allerdings, die Verhandlungspartner müssten dieses Recht nicht öffentlich einräumen.

Mit diesem Entgegenkommen eröffnet sich den Verhandlungspartnern ein Weg, den Streitpunkt zu umgehen und sich anderen Fragen zuzuwenden. Zwar ist unwahrscheinlich, dass Teheran die Urananreicherung vollständig einstellt.

Indem das Land aber eine Forderung fallenlässt, die praktisch sowieso keinen Unterschied macht, kann es sich auf seine dringendste Sorge konzentrieren: die Lockerung der internationalen Sanktionen, die die iranische Wirtschaft schwer belasten.

Noch vor weniger als zwei Monaten machte der iranische Präsident Hassan Rohani ein Abkommen mit der sogenannten 5+1-Gruppe, bestehend aus den fünf UN-Vetomächten und Deutschland, von einer Anerkennung des iranischen Rechts auf Urananreicherung abhängig.

Angesichts der am Mittwoch beginnenden neuen Verhandlungsrunde entschärfte der Iran jedoch am Sonntag seine Haltung.
Das Recht auf Urananreicherung sei nicht verhandelbar, erklärte der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif der halbamtlichen Nachrichtenagentur INSA zufolge.

Rohani steht im eigenen Land unter Druck
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6 Kommentare zu "Umstrittenes Atomprogramm: Teheran macht wichtige Zugeständnisse"

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  • "Wenn der Iran so friedlich ist, wieso braucht er dann Atomwaffen? Ach so, es geht ja nur um Stromerzeugung? Ja, wie idiotisch muss man denn sein, um in einem Wüstenstaat, der sich problemlos mit Photovoltaik überversorgen könnte, die Problemtechnik Kernspaltung überhaupt auch nur anzudenken und damit die Zukunft des Landes auf's Spiel zu setzen?!"
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    Schon mal drüber nachgedacht, daß auch in Wüstenstaaten, was der Iran übrigens *nicht* ist, nachts die Sonne nicht scheint?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Geographie_des_Iran

    Ansonsten hat nicht einmal die CIA Hinweise gefunden, daß der Iran tatsächlich nach Atomwaffen strebt, was ich ihm angesichts eines hochagressiven Nachbarn mit ständiger Kriegsrhethorik, der schon mehr als einmal Kraftwerke in Nachbarstaaten einfach so bombardiert hat, weil sie ihm nicht paßten, nicht einmal wirklich verdenken könnte. Hier wird, mit Verlaub, ganz extrem mit zweierlei Maß gemessen! Im Gegensatz zu den USA und Israel, die beide auf geraubtem Boden gegründet wurden, ist Persien eine über 2500 Jahre alte Kulturnation, die, wie gesagt, nach außen hin sehr friedlich ist. Die inneren Querelen sind eine andere Geschichte.

  • Wenn der Iran so friedlich ist, wieso braucht er dann Atomwaffen? Ach so, es geht ja nur um Stromerzeugung? Ja, wie idiotisch muss man denn sein, um in einem Wüstenstaat, der sich problemlos mit Photovoltaik überversorgen könnte, die Problemtechnik Kernspaltung überhaupt auch nur anzudenken und damit die Zukunft des Landes auf's Spiel zu setzen?!

    Am lustigsten ist ja noch folgendes:
    "Zwar betont die Regierung weiterhin, dass sie ein Recht auf eine Urananreicherung habe, erklärte allerdings, die Verhandlungspartner müssten dieses Recht nicht öffentlich einräumen."

    Na, wenn das mal kein riesiger Durchbruch ist... Das heisst doch gar nichts. Es geht der Weltgemeinschaft nur darum, dass ein nicht vertrauenswürdiger "Gottestaat", der offensichtlich von unzurechnungsfähigen Fanatikern regiert wird, KEINEN ZUGRIFF auf Kernwaffen hat. Nicht, ob er das Recht dazu hat oder nicht, nicht ob dies vielleicht von irgendjemand zugegeben wird oder nicht. Es geht nur um die Tatsache (dass nicht).

  • "Die Zahlen lassen den Schluss zu, dass Israel heute zwischen 150 und 300 Nuklearwaffen besitzt."
    aus
    http://www.focus.de/politik/ausland/israel-der-verraeter-und-die-bombe_aid_200862.html
    ---
    Das bereitet mir wirklich Sorgen, nicht die Anreicherung im Iran für zivile Zwecke. Der Iran resp. Persien ist nach außen ein sehr friedliches Land und hat m.W. seit der Antike keinen Angriffskrieg mehr geführt oder sich anderer Völker Land unter den Nagel gerissen.

  • ..."Gary Samore war bis zu diesem Jahr Teil der amerikanischen Verhandlungsdelegation. Er erklärt, die Urananreicherung habe zehn Jahre lang im Zentrum des Streits mit dem Iran gestanden. In einem Artikel für die Zeitschrift „Foreign Affairs“ schreibt Samore, es sei unmöglich, diese Frage juristisch zu klären. "
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    Und da "es unmöglich sei, diese Frage juristisch zu klären" soll sie politisch geklärt werden?

    Pointiert formuliert:

    na, dann sehen wir uns mal die politischen Klärungsversuche einmal genauer an:

    Der Nahe Osten im Krieg versunken mit stets neu nachwachsenden Kombattanten.

    Eine Arabellion die auch Nordafrika in die Steinzeit zurückzuführen scheint.

    Ein Afghanistankrieg in einem Land, an dem sich schon die Russen die Zähne ausgebissen haben.

    Dazu eine UNO, die wenig mehr als Appellcharakter haben soll und zur Not Armeen von Mitgliedsländern zwischen die Fronten schickt.

    Der Verzicht auf jedwede Klärungen auch völkerrechtlich hochproblematischer Vorgehensweisen:

    das kann man als Zwischenergebnis sogenannter politischer Lösungen, je nach Standpunkt, natürlich auch nur noch als "glänzendes Ergebnis der Arbeit "politischer Leistungsträger" bezeichnen müssen.

    Herzlichen Glückwunsch!

  • amerikanische atombomben auf deutschem boden, machen mir weitaus mehr angst:(

  • Nordkorea hat Narrenfreiheit und kann die ganze Welt mit Krieg bedrohen. Niemanden will das wirklich interessieren. Der Diktator wird in den Medien sogar noch verniedlicht in dem er stets nur mit seinem Vornamen geduzt wird.

    Den Wunsch nach einer ähnlich komfortable Lage kann man dem Iran nicht verdenken..

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