Umstrittenes Gedicht: Grass rückt israelische Regierung in Stasi-Nähe

Umstrittenes Gedicht
Grass rückt israelische Regierung in Stasi-Nähe

An ein „Verdikt des Ministers Mielke“ erinnere ihn das Einreiseverbot, das der israelische Innenminister gegen ihn ausgesprochen hat, schreibt der Schriftsteller Günter Grass in einem Zeitungsbeitrag.
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Der Schriftsteller Günter Grass vergleicht das von Israel verhängte Einreiseverbot gegen ihn mit den Methoden der früheren DDR-Staatssicherheit. Ihm sei in der Vergangenheit zwei Mal die Einreise in ein Land verwehrt worden - in die DDR und nach Birma, schreibt der Literaturnobelpreisträger in einem Beitrag für die „Süddeutsche Zeitung“ (Donnerstagausgabe).

„Jetzt ist es der Innenminister einer Demokratie, des Staates Israel, der mich mit einem Einreiseverbot bestraft und dessen Begründung für die von ihm verhängte Zwangsmaßnahme - dem Tonfall nach - an das Verdikt des Ministers Mielke erinnert“, schreibt Grass. Erich Mielke war der Chef der Stasi.

Grass hatte in seinem Gedicht „Was gesagt werden muss“ Israel vorgeworfen, den Weltfrieden zu gefährden, indem es Iran mit Atomwaffen bedrohe.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Umstrittenes Gedicht: Grass rückt israelische Regierung in Stasi-Nähe"

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  • @Energieelite
    ... als Ausländer(in) mußt du diesen Hassadeur nicht
    kennen, genausowenig wie als deutscher!!

  • Er muss es ja wissen, als ehemaliger SS Mann wie die Stasi
    agiert hat zu DDR Zeiten.Grass ist und war schon immer ein Hassadeur der auch hinsichtlich seiner literarischen Fähigkeiten immer überbewertet wurde.Diesen, mit verlaub
    " Idioten " sollte mann nicht überbewerten.

  • Das Dilemma ist da, denn die rechten Krawallbrüder neigen leider dazu,liberale Ministerpräsidenten einfach niederzuschießen.
    Der Innenminister scheint auch so ein Halbwißdemagoge zu sein. Die Siedlungspolitik umgeht er mit haltlosen Angriffen auf Grass, denn Grass meldete sich freiwillig zur WEHRMACHT und wurde als Luftwaffenhelfer eingesetzt.
    Erst nach der erfolgten "Operation Overlord" wurde er zur Waffen-SS einberufen und pendelte die letzten Kriegsmonate zwischen West- und Ostfront hin und her. In dieser Zeit wird er kaum einem Juden begegnet sein.

    http://de.wikipedia.org/wiki/10._SS-Panzer-Division_%E2%80%9EFrundsberg%E2%80%9C

    Wer so übermäßig reagiert, ist zuzutrauen,daß er auch imstande wäre,die U-Boote auch gegen Deutschland einzusetzen.

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