Umsturzpläne bestritten
Beresowski will "unblutigen Regierungswechsel"

Der russische Milliardär Boris Beresowski hat Medienberichte bestritten, wonach er den gewaltsamen Sturz des Präsidenten Wladimir Putin anstrebe.

HB LONDON. Die britische Tageszeitung "The Guardian" hatte unter Berufung auf ein Gespräch mit dem Putin-Gegner in der Freitagsausgabe berichtet, er finanziere Politiker aus dem Umfeld Putins für eine Palastrevolution. In einer am Freitag veröffentlichten Erklärung betonte der im Londoner Exil lebende Beresowski hingegen, er wolle einen "unblutigen" Regierungswechsel in Moskau: "Ich unterstütze keine direkte Aktion. Ich befürworte oder unterstütze Gewalt nicht."

Der russische Außenminister Sergej Lawrow reagierte nach der angeblichen Ankündigung eines Staatsstreichs mit der Forderung nach Auslieferung des Oligarchen, der in Großbritannien Asyl genießt. Der 61-jährige Beresowski hatte sich mit Putin nach dessen Wahl im Jahr 2000 überworfen. Als er wegen Korruption angeklagt wurde, floh er ins Exil nach London. Von dort aus hat der Magnat, der sein Geld mit Medien, Öl und Autos gemacht hat, immer wieder Kritik an Putin und dessen Politik geübt.

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