Umweltminister Altmaier

„Wir müssen eine globale Umweltkrise vermeiden“

Vor dem Beginn des UN-Umweltgipfels in Rio de Janeiro warnt der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier, den Umweltschutz in der Finanzkrise zu vernachlässigen. Die Welt müsse jetzt die Weichen stellen.
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Umweltminister Peter Altmaier (CDU) Quelle: dpa

Umweltminister Peter Altmaier (CDU)

(Foto: dpa)

BerlinZum Start muss er sich gleich beim UN-Umweltgipfel beweisen, an dem fast 200 Staaten in Rio de Janeiro teilnehmen. Der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) wird ab Montag dabei sein, er will viele Amtskollegen, aber auch viele Vertreter von Nichtregierungsorganisationen treffen. Im Interview warnt er vor einer Umweltkrise, wenn nicht der Weg hin zu einem grünen Wirtschaften eingeschlagen wird. Die Schuldenkrise dürfe Umweltschutz nicht von der Agenda drängen.

Herr Minister, ein Termin jagt den nächsten. Berlin, Brüssel und nun Rio. Kommen Sie noch zum Schlafen und gibt es Sommerferien?
Ich kann auch mit drei, vier Stunden Schlaf auskommen. Ich muss das dann nur am Wochenende mal nachjustieren. Ich bin sehr neugierig auf mein neues Amt. Und deshalb werde ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und im Sommer eine Tour machen, bei der ich mir Naturschutzgebiete und besonders herausragende Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien anschauen werde.

Jetzt aber sind Sie erst einmal eine Woche in Rio. Was muss beim UN-Umweltgipfel Ihrer Meinung nach mindestens herauskommen?
Ich bin vorsichtig mit dem Formulieren überzogener Erwartungen. Ich glaube aber, dass das Mindestziel sein muss, mit der Konferenz in Rio die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit wieder stärker für Umwelt- und Klimathemen zu finden. Zudem muss die Frontstellung zwischen Entwicklungsländern und Industrieländern mit Blick auf die green economy überwunden werden. Und drittens glaube ich, dass wir ein Signal brauchen, dass nachhaltige Entwicklungsziele eines Tages verbindlich auf UN-Ebene festgeschrieben werden.

Deutschland sieht sich beim grünen Wirtschaften als Vorreiter. Nach Schätzungen müssten weltweit 1,3 Billionen Dollar jährlich investiert werden. Ist das nicht Träumerei angesichts der Schuldenkrise?
Ich halte diesen Ansatz des Umweltprogramms der Vereinten Nationen für nicht sehr überzeugend, da er davon ausgeht, dass die ökologische Umgestaltung einer Volkswirtschaft nur Kosten verursacht. Tatsächlich aber ist es eine große Chance, neues, nachhaltiges Wachstum zu generieren und Milliarden für fossile Rohstoffimporte zu sparen. Wir stehen vor einer gewaltigen Zunahme der Weltbevölkerung, damit einhergehend vor einem gewaltigen zusätzlichen Verbrauch an Ressourcen und Rohstoffen. Eine globale Umweltkrise können wir daher nur vermeiden, wenn wir hier umsteuern. Deutschland, das bei der green economy in den letzten Jahren gut vorangekommen ist, hat dennoch hohe Wachstumsraten. Damit haben wir unsere Stellung auf den Weltmärkten sogar verbessert und ausgebaut.

Bisher gibt es aber weit mehr Subventionen für die Ausbeutung von Öl-, Gas- und Kohlevorkommen als zum Beispiel für erneuerbare Energien. Steht Deutschland alleine da?
Nein. Aber wir müssen in Rio versuchen, auch Koalitionen mit Nichtregierungsorganisationen, mit gesellschaftlichen Gruppierungen hinzubekommen. Vor dem Hintergrund der Schuldenkrise, der Bankenkrise und anderer Krisen sind Umweltthemen leider in vielen Ländern in den Hintergrund getreten. Daher müssen wir dafür sorgen, dass sie mehr Aufmerksamkeit bekommen. Dafür brauchen wir die NGO's.

„Wir brauchen ambitionierte CO2-Ziele“
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  • Der einzige der noch die Umweltmaerchen glaubt ( im Ausland - im Inland ist der ganze Schmarrn eine Ersatzreligion geworden) ist Obama. Er sieht den Europa Tanker auf den Eisberg fahren und ist doch verzueckt von Sozialsystemen, die gescheitert sind,von Politikern, die willfaehrig sind und wahscheinlich liebt er auch die Frauenquote. Der neue Umweltminister - warum kann man diesen Mann mit seinem bloedsinnigen Ministerium nicht einfach streichen. Die Streichung ware ohne jegliche Komforteinbusse machbar. Es ist ein Luegenministerium.

  • Vandale, "unser Mitt Romney, Generation Baby Boomer, keine Kinder, typical American short term thinker". Die erneuerbaren Energien führen zu einem Diversifikationseffekt und das bedeutet mehr Konkurrenz und langfristig billigere Preise. Das Monopol-Spiel geht schon viel zu lange; ich habe keine Lust mehr mich von Putin, den Scheichs und Großmann ausbeuten zu lassen. Wenn die Investionen für Renewables und Gaskraftwerke vorbei sind, können wir gerne die Atomkraftwerke wieder anschmeißen. Eh egal, dann gibts eh Stromflatrates mit soviel Strom wie du willst im Monatsabo.

  • Diese ganzen Öko-Lügen kann man nicht mehr hören
    Gerade die deutschen durchgeknallten Politiker wollen eine Ökodiktatur.
    Die Mischung macht es und vor allem Sachlichkeit.
    Aber kein Öko-Faschismus wie wir ihn haben
    Damit wir dreisten und überheblichen Deutschen uns Lebensmittel in den Tank schütten auf Merkels Befehl, wird nach wie vor der Regenwald abgeholzt um dort Mais oder Weizen für dieses Benzin anzubauen. Um uns mit Öko zu beweihräuchern beuten wir schon wieder andere Länder aus, wie zynisch ist das denn?
    Aber gerade der Regenwald ist wichtig fürs Klima.
    Wie verlogen also ist dieser ganze Ökowahn?

  • Ich lebe ausserhalb Deutschlands. Nicht in jedem Land geniesst Deutschland besondere Sympathie. Häufig wird die Effizienz Deutschlands, der Fussballmannschaft bewundert.

    Der Unsinn den der Minister von sich gab löst dann natürlich ein extremes Befremden aus. Wie kann ein Spitzenpolitiker eines effizienten Landes eine derart erfrischende Assage machen.

    Rein sachlich, analythisch ist es sehr befremdlich das gerade ein Umweltminister die sehr umweltschädlichen "Erneuerbaren Energien" (Naturwissenschaftlich gibt es keine Erneuerbaren Energien) promotet. Der Begriff Umweltministerium kann in diesem Sinne analog des Familienministeriums dass arbeitsteilige Familien bekämpft als Neusprech gewertet werden.

    Vandale

  • Matthes..es mag etwas herausfordernd sein dies zu verstehen allerdings...

    Die pöse Wirtschaft hat kein Manna das vom Himmel fällt. Das Geld der Konzerne kommt vom Kunden. Alle Auflagen, Unternehmenssteuern und sonstigen Belastungen der Wirtschaft werden letztlich vom kleinen Verbraucher und Arbeitnehmer bezahlt.

    Das heisst teure Umweltzertifikate bezahlen Sie.

    Vandale

  • Hi Tom..ich meine, dass Ihr Kommentar für einen Erwachsenen der Lesen und Schreiben kann etwas erfrischend ist.

    Wenn man die "Atomsubventionen" bei Greenpeace nachliest so werden unter diesen die Abschreibungen auf die Kernkraftwerke, die Rückstellungen für den Abbruch der Kraftwerke und den abgebrannten Kernbrennstoff (in anderen Veröffentlichungen des Greenpeace Konzerns wird dann behauptet dass der Staat für den Atommüll aufkommen müsse) und nicht erhobene Steuern (gem. dem sozialistischem Gedanken dass jedes Einkommen das nicht vom Staat eingezogen ist Diebstahl ist) aufgeführt. Vielleicht sollten Sie einfach mal lesen falls möglich.

    Mir und meinem Bekanntenkreis die sich bereits jahrzehntelang mit der Kernenergie beschäftigt haben sind keine Subventionen für die kommerzielle Kernenergie bekannt. Wenn ich von solchen erführe, würde ich mich als Unternehmensberater selbständig machen und diese Kenntnisse an die Betreiber der Kernkraftwerke verkaufen.

    Vandale

  • Mit gutem Beispiel vorangehen. Und die Umweltsünder zur Kasse bitten. Und die Überversorgung der deutschen Wirtschaft mit Verschmutzungsrechten endlich richtigstellen. Diese Überversorgung mit Gratis-Zertifikaten wurde doch nur von der Industrie zu Geld gemacht. Und bringt damit nichts für die Umwelt. Kassiert wird wieder nur beim kleinen Verbraucher! Nur warnen bringt nichts!

  • Warum muss Deutschland immer die fanatischen Politiker
    haben !

    Deutschland ist kein Musterland sondern hier herrscht nur noch die Abzockerkeule .

    So viel Reglementierung der Bürger durch die Politik gibt es in keinem anderen Land .

    Es gilt das Motto:Wo können wir den Bürger noch abzocken.

    Und immer ist der Normalo dran .Wann ist endlich Schluss
    mit den Polit-Phantasten .

    In allen anderen Ländern fragt kein Mensch nach Umweltschutz wie z.B. Rußland ,China ,Brasilien usw. .

    Aber in DE braucht man eben noch mehr Geld für die "Bankrottunion Euro" u. da ist der deutsche Michel für eine Abzocke immer gut .

    Wir wollen diese Kontrapolitiker nicht mehr die nur gegen das Volk regieren !!

    Umweltverschmutzung ist grenzenlos ,da hilft auch keine fanatische ,grüne Politik der Phantasten .

  • Taten wären Gold, doch das Reden ist n nur Blech. Der Herr Minister sollte mal einen Tauchgang machen und die Situation der Korallen sehen. Statt dessen noch mehr unsinnige Flüge zu unsinnigen, da ergebnislosen, Klimakonferenzen und noch mehr Co2 Ausstoß.

  • Der einst hochsubventionierte Atomstrom hat dem Deutschen Staat bis jetzt ca. 300 Milliarden Euro gekostet und wird uns aufgrund der Entsorgungsprobleme etc. auch noch weiter Unmengen viel Geld kosten.Das Umlenken in eine andere Art von Energieerzeugung ist erst einmal teuer wird sich aber langfristig auszahlen und zum Nutzen Aller. Warum spricht man hier von Ökofaschismus wenn viele schon überhaupt keinen Bezug mehr zur Natur haben viele Arten die noch nicht einmal entdeckt worden sind aussterben, nicht wegen der selben verarmen, sondern immer noch durch den Raubbau an Ihr.

    Atom und Fossile sowie zB. in Brasilien geplante ineffiziente Großdammprojekte (Belo Monte Staudamm am Amazonas) Energien zerstören Immer kleiner werdende intakte Natur und stürzen somit trotzdem die Menschen in die Armut.

    Ich hoffe hier wird unser Umweltminister in Rio endlich auch etwas zu dieser (korrupten) Brasilianischen Regierung sagen.

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