Umweltschützer fürchten unkontrollierte Ausbreitung
EU erlaubt Anbau von Gen-Kartoffeln

Die EU-Kommission wird erstmals den kommerziellen Anbau einer gentechnisch veränderten Kartoffel in Europa genehmigen.

huh/shf/HB BRÜSSEL. Obwohl viele EU-Länder den Schritt ablehnen, fand sich am Montag bei einem Treffen der Agrarminister keine ausreichende Mehrheit gegen die Zulassung der Kartoffel des deutschen Chemiekonzerns BASF. Damit liegt die Entscheidung jetzt bei EU-Umweltkommissar Stavros Dimas. „Wir werden den Anbau nach der Sommerpause genehmigen“, sagte Dimas’ Sprecherin. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sei zu dem Ergebnis gekommen, dass von dem Anbau keine Gefahren für Umwelt und Gesundheit ausgingen, betonte sie.

Der Antrag auf Zulassung der BASF-Kartoffel mit dem Namen „Amflora“ bezieht sich nur auf den industriellen Gebrauch. Sie soll zur Gewinnung von Stärke dienen, die besonders bei der Papierherstellung benötigt wird. Als Futter- oder Lebensmittel darf sie nicht verwendet werden.

Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) stimmte trotz Bedenken für die Zulassung. „Wir wollen kein deutsches Unternehmen behindern, aber wir nehmen den notwendigen Schutz von Mensch und Umwelt sehr ernst“, sagte Seehofer. Der sei gewährleistet, weil die Kartoffel nur industriell verwendet werde. Die Bundesregierung werde strenge Regeln erlassen, damit es zu keiner Vermischung mit Kartoffeln für Futter- oder Lebensmittel komme.

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