Umweltschutz
EU will Plastiktüten eindämmen

EU-Bürger sollen weniger Plastiktüten verwenden. Darauf haben sich am Montag Unterhändler und von EU-Staaten und Europa-Parlament geeinigt. Aber: Keine Regel ohne Ausnahme.
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BrüsselDie EU-Bürger sollen in Zukunft deutlich weniger Plastiktüten verwenden. Darauf verständigten sich Unterhändler von EU-Staaten und Europaparlament am späten Montagabend im Grundsatz. Als sicher gilt die Einigung aber erst, wenn die Botschafter der EU-Länder sie offiziell bestätigt haben.

Dies könnte Ende der Woche geschehen. Mit den neuen Regeln will die EU vor allem die Nutzung leichter Einweg-Tüten eindämmen.

Dabei hätten die Staaten die Wahl zwischen zwei Methoden: Entweder beschließen sie Ziele zur Minderung des Verbrauchs auf bis zu 40 Tüten pro Person bis Ende 2025 oder sie schreiben von 2017 an eine Gebühr für den Gebrauch vor, hieß es aus dem EU-Parlament.

Ganz dünne Beutel, wie sie etwa an der Gemüsetheke verwendet werden, könnten die Regierungen von den Auflagen ausnehmen. Nach früheren Angaben der EU-Kommission benutzt jeder Europäer pro Jahr knapp 200 Plastiktüten, davon 176 Einwegtüten.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Umweltschutz: EU will Plastiktüten eindämmen"

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  • Ja, solch moralisch reinen Erguss haben die Grünen auch schon beim Thema Benzin fließen lassen. Um das von Wachstum befreite Öko-Paradies, auf kollegialer Share-Economy und Kreislaufwirtschaft basierend, umzusetzen sind die Instrumente des sanften Zwanges immer berechtigt. Umso berechtigter, wenn der abgestumpfte Konsument trotz all der öffentlichen Läuterung und Warnung auch weiterhin nicht begreift und kauft und verbraucht und abnutzt. Da ist es doch nur gut und recht sein individuell präferierendes Nutzendenken zu penetrieren und ihn zu steuern. Zu koordinieren was ihm nützlich ist, was er kauft und braucht und fressen darf. Ein bisschen steuern hier, ein paar Steuern dort, was schadet das schon? Keine politische Idee der Gegenwart ist derart besessen darauf den Menschen zu formen, ihn zu lenken und sein Handeln und Denken zu koordinieren. Wie Lenin schon sinngemäß erkannte: man darf dem Bourgeois sein Handeln und Denken (auch gegenüber der Revolution) nicht verübeln, denn das ist dem Umstand der Produktionsverhältnisse geschuldet, an den er sich klammert. Man muss ihn mitnehmen und überzeugen. Die Ökos sollten bedenken wohin sie uns mitnehmen wollen.
    Der Verbrauch von etwas zeigt nicht an wie viel davon unsachgemäß entsorgt wird.

  • Eben, das ist halt die Doppelmoral der Parteipolitik.

    Doch ich mache gezielt vor, wie Plastikmüll fast vollständig vermieden werden kann.

    Der Bürger darf nicht abwarten, die bis Parteipolitik tätig wird, er muss selbst Fakten schaffen und die schwerfällige Parteienbürokratie vor sich hertreiben.

  • Viele Menschen sind im Umgang mit Plastiktüten völlig dumpf und unbewusst. So in etwa auf dem Level von Pantoffeltierchen.

    Da helfen nur staatliche Eingriffe.

    Plastiktüten sollten nicht unter einem Euro das Stück zu haben sein.
    Und dann den Preis langsam hochschrauben auf fünf Euro.
    Erfolg garantiert. Nur wird das nicht gewollt.

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