UN-Angaben
3600 Menschen starben in der Ostukraine

Tod, Trauer und Zerstörung: Die Ostukraine liegt in Trümmern und während über einen Sonderstatus der Separatistengebiete verhandelt wird, beziffern die Vereinten Nationen die Toten des Konflikts. Es sind mindestens 3600.
  • 3

Genf/KiewIn der Ostukraine werden nach Uno-Angaben trotz der Waffenruhe jeden Tag rund zehn Menschen getötet. Zwar sei die Zahl seit Beginn der Vereinbarung am 05. September deutlich gesunken, erklärte das Büro des Uno-Hochkommissars für Menschenrechte, Seid Ra'ad al-Hussein, am Mittwoch in Genf. Doch seien seitdem auch mindestens 331 Tote gemeldet worden. Insgesamt wurden laut Uno seit Beginn der Kämpfe zwischen prorussischen Separatisten und ukrainischen Soldaten Mitte April mindestens 3660 Menschen getötet. Fast 8800 Menschen seien verletzt worden, heißt es in dem Monatsbericht. „Die Lage hat sich mit Beginn der Waffenruhe verbessert“, sagte UN-Mitarbeiter Gianni Magazzeni. „Aber sie ist noch immer besorgniserregend.“ Seid rief die Konfliktparteien im Industrie- und Kohlegebiet um die Städte Donezk und Luhansk auf, die Angriffe auf Zivilisten und auf die zivile Infrastruktur zu beenden.

In den vergangenen Tagen hatten sich die Separatisten und die Armee heftige Kämpfe um den Flughafen Donezk geliefert. Die Stadt ist eine Hochburg der Rebellen, der Flughafen ist aber unter Kontrolle der Regierungstruppen. In Donezk war auch ein Schweizer Mitarbeiter des Roten Kreuzes durch eine Granate getötet worden. Der Westen und die Ukraine werfen Russland vor, die Separatisten zu unterstützen und sein Nachbarland destabilisieren zu wollen. Zudem ist Russland nach Darstellung der Nato mit eigenen Einheiten in der Ostukraine aktiv. Russland bestreitet, reguläre Truppen in das Gebiet entsandt zu haben.

Die Ukraine und Russland streiten auch über die Lieferung russischen Gases. Die Regierung in Kiew erwägt nun, ein Schiedsgericht in Stockholm anzurufen. Dort könnten für eine bestimmte Zeit der Gaspreis und die Lieferbedingungen festgelegt werden, sollte nicht bald eine Übergangslösung erzielt werden, sagte der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk.

Beide Seiten verhandeln unter Vermittlung der EU über Gaslieferungen. Russland hatte der Ukraine im Juni wegen offener Rechnungen und des Streits über den Preis den Gashahn zugedreht. In der EU besteht die Befürchtung, dass bei einer Knappheit in der Ukraine das Land Transitgas für das übrige Europa abzweigen könnte. Die Ukraine wirft Russland politisch motivierte Preiserhöhungen vor.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " UN-Angaben: 3600 Menschen starben in der Ostukraine"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • In Slavjansk und in anderen besetzten Gebieten hausen seit Wochen von Kiew geschickte Nazimörder und massakrieren unter den wegsehenden Augen der westlichen Presse und offizieller Beobachter aus den westlichen Hauptstädten (Geheimdienste) die Zivilbevölkerung. Sie machen keine Unterschiede zwischen Alten und neugeborenen Babys, alle werden beim leisesten Verdacht den Neurussen verbunden zu sein, Denunzierung von Nachbarn reicht schon, kurzerhand gefoltert und ermordet. Unsere Politiker, diese Heuchler von Moral und Anstand, sind die Helfer und Unterstützer dieser brutalen Mörderbande, ja unsere Politiker sind damit ebenfalls Massenmörder die an den Galgen gehören!!!!!

    Die Angaben über die Opferzahlen von den Vereinten Nationen kommen direkt aus Kiew, so wie jede Presseverlautbarung in westlichen Medien aus dem Pressezentrum in Kiew, "Zentrum für Gegeninformation", kommen. Selbstverständlich sind die Angaben nicht geschönt, sie sind total gefälscht wie alles was aus Kiew kommt!
    Einerseits wurde auch von den Neurussen und Poroschenko bestätigt, dass die Ukraine ca. 65 % ihres militärischen Materials verloren hat, andererseits soll das mit nur ein paar tausend Gefallenen auf Seiten der Ukraine passiert sein. Liebe Leute von den westlichen Medien, das ist selbst für einen Sonderschüler unlogisch, wenn ihr uns verarschen wollt, dann bitte auf einem etwas höheren Niveau. Diese Form der Beleidigung ist nämlich nicht mehr hinnehmbar!

  • >> Es sind mindestens 3600. >>

    Die Betonung liegt auf "Mindestens "

    Die noch Verscharrten, aber noch nicht gefundenen Zivilisten werden die Zahl der Ziviltoten auf mehr als 10.000 anwachsen lassen.

    Die realistische Zahl der Toten bei der Ukrainischer Armee beläuft sich auf ca. 20.000 Tote.

    Die Aufständischen haben mehr als 5.000 Gefallene zu verzeichnen.

    Die verlogene, propagandistische UNO soll am besten die Klappe halten und Arithmetik Nachhilfeunterricht ersuchen.

  • "Ein Panzer der pro-russischen Rebellen in der Ukraine: Schwere Waffen wurden auch gegen Zivilisten eingesetzt."

    Diese Untertitlung des Bildes suggeriert auf dreckigste Art und Weise, die Neurussen hätten auf ihre eigene Zivilbevölkerung mit schweren Waffen geschossen. Jeder weiß es, dass nur die aus Kiew beauftragten gedungenen Nazischweine und Mörder das getan haben. Für wie blöde halten Sie eigentlich Ihre Leser?!! Für diese kriminelle Frechheit gehört Ihnen vom Handelsblatt eine Rüge vom Presserat verpasst!!!
    Ich werde mich selbst hier, https://www.presserat.de/beschwerde/online-beschwerde/ , über Sie beschweren und ich bitte weitere Leser diesen Schmutz nicht weiterhin einfach kommentarlos hinzunehmen und sich ebenfalls über diese journalistischen "Schreibtischtäter" zu beschweren. Mit diesen Lügen muss endlich Schluss gemacht werden, wehrt euch dagegen, es reicht schon längst!!!!!!!!!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%