UN-Einsatz gefordert
Studie: US-Truppen müssen noch Jahre im Irak bleiben

Auch nach freien Wahlen müsse der politische Prozess in dem erdölreichen Land weiter international überwacht werden. Das ist das Ergebnis eines am Dienstag veröffentlichen Strategiepapiers der Bertelsmann-Stiftung.

HB/dpa BERLIN. Die US-Streitkräfte müssen einer Studie zufolge noch über mehrere Jahre im Irak bleiben, bis dort eine repräsentative und legitimierte Regierung entstanden ist. Auch nach freien Wahlen müsse der politische Prozess in dem erdölreichen Land weiter international überwacht werden. Das ist das Ergebnis eines am Dienstag veröffentlichen Strategiepapiers der Bertelsmann-Stiftung (Gütersloh), das nach Gesprächen von rund 70 Politikern und Entscheidungsträgern aus den USA, Europa, Nahost und Russland entstanden ist.

Der politische Übergangsprozess sollte nach Meinung der Experten von einer multinationalen Truppe unter Führung der Vereinten Nationen (UN) überwacht werden. So früh wie möglich müssten irakische Akteure einbezogen werden. Im nächsten Jahr seien auf Grundlage einer neuen Verfassung freie Wahlen im Irak möglich.

Als Perspektive für die Stabilisierung der gesamten Nahost-Region empfehlen die Experten, den Irak schrittweise in ein Sicherheitssystem mit anderen Golfstaaten einzugliedern. Der Irak sollte außerdem Teil einer Freihandelszone mit seinen arabischen Nachbarn werden.

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