UN-Flüchtlingshochkommissar António Guterres
Syrische Nachbarstaaten brauchen einen „New Deal“

Syriens Nachbarstaaten ächzen unter der Last immer weiter einströmender Flüchtlinge. UN-Flüchtlingskommissar António Guterres fordert daher ein Investitionsprogramm im Stile eines „New Deal“ für die Staaten.

New YorkUN-Flüchtlingshochkommissar António Guterres hat einen „New Deal“ für die syrischen Nachbarstaaten gefordert, in denen die meisten Bürgerkriegsflüchtlinge aufgenommen worden sind. „Wir brauchen einen 'New Deal' der Staatengemeinschaft – insbesondere der Europäer – mit Syriens Nachbarstaaten“, sagte Guterres am Montagabend vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. Er bezog sich auf das massive Investitionsprogramm, mit denen die USA in den 30er Jahren der Wirtschaftskrise in ihrem Land begegnet waren.

„Ohne Bildung für die Kinder, Zugang zum Arbeitsmarkt und Schutz gegen die Armut haben immer mehr Syrer keine Wahl, als sich auf den Weg nach Europa zu machen“, sagte Guterres. Er verwies auf eine Studie der UN und der Weltbank, wonach neun von zehn Syrern in Jordanien und im Libanon unter der Armutsschwelle leben und die Hälfte der Kinder nicht in die Schule geht.

„Massive Investitionen im Libanon, in Jordanien und in der Türkei sind notwendig, um den Regierungen zu helfen und die Flüchtlinge vor dem Elend zu bewahren“, sagte der Flüchtlingshochkommissar. Die Kosten würden die drei Milliarden Euro, die die EU der Türkei zugesagt hat, bei weitem übersteigen. Ebenso würden die Kosten für den Wiederaufbau in Syrien immer höher werden.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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