UN-Generalsekretär Guterres „Das Pariser Abkommen ist in Gefahr“

UN-Generalsekretär Antonio Guterres sieht das Pariser Abkommen in Gefahr. Er rufe alle Regierungen „zu größerem Ehrgeiz beim Kampf gegen den Klimawandel auf“. Nun will er an der Weltklimakonferenz in Bonn teilnehmen.
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„Wir müssen mehr tun!“, schrieb der Uno-Generalsekretär auf Twitter. Quelle: AFP
Antonio Guterres

„Wir müssen mehr tun!“, schrieb der Uno-Generalsekretär auf Twitter.

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BonnUN-Generalsekretär Antonio Guterres hat die Teilnehmer der Weltklimakonferenz in Bonn zu verstärkten Anstrengungen für den Klimaschutz aufgerufen. „Die CO2-Emissionen steigen wieder an, und das Pariser Abkommen ist in Gefahr“, mahnte Guterres am Dienstag auf Twitter. „Wir müssen mehr tun!“

Er rufe alle Regierungen „zu größerem Ehrgeiz beim Kampf gegen den Klimawandel auf“. Im übrigen sei er jetzt selbst auf dem Weg nach Bonn. Dort werden die Verhandlungen ab Mittwoch auf Ministerebene geführt. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron werden erwartet.

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Am 6. November beginnt in Bonn die UNO-Klimakonferenz. Gastgeber ist der pazifische Inselstaat Fidschi. Weil das Land keine 25.000 Delegierten, Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen und Journalisten beherbergen kann, wird die Konferenz in der Stadt abgehalten, in der das UN-Klimasekretariat UNFCCC sitzt: Bonn. Trotzdem werden die Vertreter der pazifischen Inselnationen eine wesentliche Rolle spielen in den Verhandlungen. Tiefliegende Länder wie Kiribati haben langfristig kaum eine Chance, die Folgen des Klimawandels zu überstehen: Der steigende Meeresspiegel dürfte das Leben auf den Inseln und Atollen verunmöglichen.

Erderwärmung
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In Bonn soll die technische Realisierung des 2015 in Paris vereinbarten Klimaschutzabkommens begonnen werden. Es geht darum, vor der UN-Klimakonferenz Ende 2018 im polnischen Kattowitz ein sogenanntes Regelbuch für die Umsetzung auszuhandeln. Ziel ist, die Erderwärmung auf unter 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.

Emissionen
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Dass dies gelingen wird, ist laut Experten wenig wahrscheinlich. Viele Klimatologen glauben, dass sich die Erde um etwa drei Grad erwärmen wird, selbst wenn alle Nationen ihre bisherigen Zusagen zur Reduktion von Klimaemissionen einhalten würden. 197 Staaten haben das Klimaabkommen unterzeichnet, rund 170 haben es ratifiziert.

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Die Inselnationen werden die Industrieländer nicht nur auf eine striktere Einhaltung der Klimaziele verpflichten wollen, sondern zur Hilfe bei der Bewältigung von Klimaschäden. Dass der amerikanische Präsident Donald Trump den Ausstieg der USA aus dem Pariser Abkommen bekannt gegeben hatte, dürfte in Bonn zu Spannungen führen. Offen ist, ob die klimaskeptische US-Administration den Verhandlungsprozess nur beobachten wird, oder versuchen, ihn aktiv zu blockieren.

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Prominente Vertreter der Inselstaaten fordern seit Langem, Industrienationen müssten das Verbrennen fossiler Energieträger – allem voran Kohle - drastisch einschränken. Gerade der pazifische Nachbar Australien –  wie die USA ein weltführender CO2-Emittent - dürfte in Bonn aber effektiven Maßnahmen zur Reduktion des Verbrauchs und Exports des Klimakillers ausweichen, um seine Rohstoffindustrie zu schützen.

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Dabei warnt eine eben veröffentlichte Studie der Universität Melbourne vor einem Anstieg der Meere um 1,32 Meter bis zum Ende dieses Jahrhunderts. Das ist deutlich mehr als die 85 Zentimeter, die der jüngste Weltklimabericht für den Fall eines ungebremsten CO2-Ausstosses prognostiziert.

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Gelinge es der Weltgemeinschaft jedoch, die Erderwärmung auf unter 1,9 Grad zu beschränken, könne das sonst ungebremste Abtauen der Antarktis möglicherweise verhindert werden, so die Forscher. Dann würde auch der Meeresspiegelanstieg nicht so hoch ausfallen.

Der 2015 vereinbarte Klimapakt von Paris sieht vor, die gefährliche Erderwärmung in einem weltweiten Kraftakt in den nächsten Jahrzehnten zu bremsen und so dramatische Folgen wie Dürren und einen Anstieg der Weltmeere zu mildern.

Am Montag hatte der Report „Globales Kohlenstoff Budget“ für das laufende Jahr 2017 einen Anstieg des CO2-Ausstosses um zwei Prozent vorausgesagt. Vorher waren die Emissionen drei Jahre gleich geblieben.

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  • dpa
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1 Kommentar zu "UN-Generalsekretär Guterres: „Das Pariser Abkommen ist in Gefahr“"

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  • Das ist doch alles Stückwerk ! Wir können uns das Wetter punktgenau so machen wie wir es brauchen . Wir müssen es nur feste wollen und per Gesetz beschließen !

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