UN-Generalsekretär will im Amt bleiben
Annan weist Rücktrittsgedanken zurück

UN-Generalsekretär Kofi Annan hat den Gedanken an einen frühzeitigen Rücktritt zurückgewiesen. Er bekräftigte vor Journalisten: „Ich habe noch viele Aufgaben zu bewältigen und setze meine Arbeit fort.“

HB NEW YORK/SARAGOSSA. „Wir haben ein Riesenprogramm im kommenden und im Jahr darauf“, sagte Annan unter Bezug auf die geplante Reform der Weltorganisation. Der republikanische US-Senator Norm Coleman hatte Annan vor einer Woche aufgefordert, sein Amt wegen der Unregelmäßigkeiten beim UN- Hilfsprogramm „Öl für Lebensmittel“ abzugeben. Annans Rücktritt sei erforderlich, damit ein Ausschuss des US-Kongresses dem Vorwurf von Betrug, Unterschlagung und Bestechung bei der Abwicklung dieses Programms nachgehen können, argumentierte Coleman.

Seitdem haben sich mehrere europäische Länder, darunter Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien, hinter Annan gestellt und ihm ihr Vertrauen ausgesprochen. Der französische Staatschef Jacques Chirac und der spanische Rgeierungschef Jose Luis Rodriguez Zapatero versicherten Annan während eines Treffens in Saragossa am Dienstag telefonisch, die gegen ihn erhobenen Vorwürfe seien „ungerechtfertigt“.

Der amerikanische UN-Botschafter John Danforth begründete das Stillschweigen der Regierung von US-Präsident George W. Bush am Dienstag mit den laufenden Ermittlungen des Kongresses. „So lange die Untersuchung (des „Öl und Lebensmittel“-Programms) läuft, enthalten wir uns jedes vorausgreifenden Urteils“, sagte Danforth und forderte „uneingeschränkte Nachforschungen und Unvoreingenommenheit“ für ihr Ergebnis.

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