UN-Schätzungen Mehr als 100.000 Kriegstote in Syrien

Die Zahl der Todesfälle steigt weiter. Die Vereinten Nationen sprechen von mindestens 93.000 Toten, doch die Dunkelziffer liegt beträchtlich höher. Fast 38.000 Tote werden wegen unvollständiger Angaben nicht mitgezählt.
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Die Opferzahlen der UN beinhalten rund 38.000 Tote nicht, da Angaben zu Todeszeitpunkt oder -ort fehlen. Quelle: ap

Die Opferzahlen der UN beinhalten rund 38.000 Tote nicht, da Angaben zu Todeszeitpunkt oder -ort fehlen.

(Foto: ap)

GenfDie Zahl der Bürgerkriegstoten in Syrien ist nach gesicherten Erkenntnissen der Vereinten Nationen (UN) bis Ende April auf mindestens 93.000 gestiegen, liegt aber möglicherweise weit über 100.000. So wurden in den jüngsten Bericht Informationen über den Tod von fast 38.000 Menschen nicht aufgenommen, weil nach Angaben der UN Daten wie Namen, Sterbeort und -datum nicht vollständig waren. „Die wirkliche Zahl der Toten ist potenziell viel höher“, sagte die Menschenrechtsbeauftragte Navi Pillay am Mittwoch in Genf. Besonders besorgt zeigte sie sich über die Lage in der größten syrischen Stadt Aleppo, die nach dem Fall von Kurssai von Regierungstruppen und ihren Verbündeten angegriffen wird.

Ohnehin seien in Aleppo und im Umkreis der Hauptstadt Damaskus die Opferzahlen besonders hoch, erklärten die UN in ihrem jüngsten Bericht. Sie befürchte in der Millionenmetropole Aleppo vergleichsweise eben soviele Opfer wie in der jüngst von Staatschef Baschar al-Assad zurückeroberten Stadt Kurssai an der Grenze zu Libanon. „Ich bin in Sorge, dass sich die Ereignisse von Kurssai in Aleppo wiederholen“, sagte Pillay Reuters TV. Das könnte die geplanten Friedensverhandlungen gefährden.

Auf dem Internationalen Flughafen von Damaskus schlugen mehrere Raketen ein. Das staatliche Fernsehen meldete, mehrere Geschosse seien nahe einer Startbahn detoniert. Einige Flüge seien aus Sicherheitsgründen verschoben worden. Eine Person wurde dem Bericht zufolge verletzt, als ein Geschoss ein Lagergebäude traf.

Seit Juli 2012 sind dem Report zufolge im Monatsdurchschnitt mehr als 5000 Menschen zu Tode gekommen. Die extrem hohen monatlichen Totenzahlen seien Ausdruck der drastischen Verschärfung des Bürgerkriegs, erklärte Pillay. Es gebe gut belegte Fälle von Folter und Tötung von Kindern sowie von Massakern an ganzen Familien einschließlich Babys. „Das ist eine schreckliche Erinnerung, wie teuflisch dieser Konflikt geworden ist“, sagte Pillay die Menschenrechtsbeauftragte.

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8 Kommentare zu "UN-Schätzungen: Mehr als 100.000 Kriegstote in Syrien"

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  • Ja die Amis bekommen das Fluorid gleich ins Trinkwasser!
    Hier ist es im Salz und in fast allen Zahnpastas.

  • Und wenn Frankreich, England und die USA den so genannten Rebellen die meist Ausländer sind noch Waffen liefern, kann man sich echt nur wundern was hier abgeht.

  • Schon ueber 2 Jahre bringen Medien die Hororszenen vom blutigen syrischen Buergerkrieg mit schon fast 3 mio Opfer an Toten,Verwundeten,Invaliden,Fluechtlinge innerhalb+ausserhalb von Syrien. Niemand kann genau beurteilen was da genau passiert weil die europaeische Presse ueber die Politik+Nato Anweisungen bekommen hat was geschrieben werden muss+wer dort der Boesewicht ist.Jeder versteht dass Assad nicht einfach einen Krieg gegen das eigene Volk startet,sondern nur antwortet auf Prvokationen welche in keinem europaeischen Land toleriert wuerden.Deswegen muessen doch Alle einverstanden sein zu untersuchen wer/was diesen schrecklichen,blutigen Krieg ins Geheim unterstuetzt mit Waffen,terroristischen Anschlaegen,trainierung von Rebellen,Finanzmitteln fuer Waffen+taegliche Zahlung der Rebellen.Dann muessen Anstifter,Kriegshetzer+Finanzierer zum internationalen Gericht eingeladen werden um zukuenftigen Katastrophen zu vermeiden,weil diese Parteien sind im Stande ein furchtbares Leid in irgendeinem Land zu verursachen

  • Die übliche Propaganda der westlichen Kriegstreiben sind ermüdend und interessieren nun wirklich nicht mehr viele Leute. (siehe 2 Kommentare)

  • "Mehr als 100.000 Kriegstote in Syrien"

    Und wenn's eine Million Tote wären, gingen DIE doch alle ganz sicher auf das ASSAD-Konto. DIE haben ja die BÖSEN Waffen, aber die US-gefütterten Rebellen scheißen ja nur mit Kaugummi-Bällchen.

    Wie lange soll dieser Quatsch der Bevölkerung noch als "wahr" verkauft werden?

    Sperrt den "Kriegstreiber mit Dynamit-Friedensmission" endlich ein. Als KENIANER dürfte DER sowieso kein US-Präsident sein.

    Die "normale" US-Bevölkerung ist aber offenbar genau so bescheuert wie die "Deutschen Deppen".

  • Mal eine einfache Rechenaufgabe: Jährlich sterben knapp über 1% einer Bevölkerung an natürlichen Ursachen. Das macht bei einer Gesamtbevölkerung von rund 22 Millionen (wie in Syrien) etwas über 220000. Der Krieg, der von Westblockstaaten auch noch angeheizt wird, dauert nun schon rund 2 Jahre. In diesem Zeitraum sind also über 440000 Syrier an natürlichen Ursachen gestorben. das ist ein Mehrfaches der Kriegstoten!

  • diese Schätzungen sind immer eher an der Obergrenze des möglichen angesiedelt. Siehe inszenierten Libyen-Bürgerkrieg. Dort wurden ebenfalls derartige Zahlen genannt, aber nun, nach dem Krieg, wird bei den Toten von offizieller Seite kräftig zurück gerudert, es sollen viel weniger gewesen sein!
    Das stimmt aber sicher nicht, die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte, und die NATO und USA, welche fleißig überall bombardiert haben, sind sicherlich selbst für einen großen Teil der Todesopfer verantwortlich.

  • Stimmt es, dass alle BRICS -Staaten auf der Seite vom bösen Assad sind ?

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