UN-Sicherheitsrat tagt
Nordkoreas Raketenstart sorgt für Empörung

Der Raketenstart Nordkoreas hat international scharfe Proteste hervorgerufen. US-Präsident Obama sprach wie viele andere Politiker auch von einer Provokation. Die offizielle Version Pjöngjangs, wonach die Rakete einen Satelliten ins All transportieren sollte, zweifeln sowohl die USA als auch Südkorea an. Der UN-Sicherheitsrat berief für den Abend eine Dringlichkeitssitzung ein.

HB SEOUL. Nordkorea hat am Sonntag eine Langstreckenrakete gestartet und damit weltweite Empörung ausgelöst. US-Präsident Barack Obama sprach während einer Rede in Prag von einer Provokation, die die Stabilität im Fernen Osten bedrohe. Die Europäische Union und die Nato schlossen sich dieser Einschätzung an. Japan und Südkorea warfen der Regierung in Pjöngjang vor, lediglich eine neue Rüstungstechnik erproben zu wollen. Der UN-Sicherheitsrat berief noch für den Abend eine Dringlichkeitssitzung ein.

Die Rakete vom Typ Taepodong-2 flog am Sonntag über Japan hinweg und verschwand dann im Himmel über dem Pazifik. Die aus mehreren Stufen bestehende Trägerrakete habe neun Minuten später den Fernmeldesatelliten Kwangmyongsong-2 in eine Erdumlaufbahn gebracht, meldete die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA: „Der Satellit überträgt die Melodien der unsterblichen Revolutionshymnen „Lied von General Kim Il Sung' und „Lied von General Kim Jong Il' sowie Messdaten zurück zur Erde.“

Die US-Streitkräfte erklärten indessen, es sei kein Objekt in den Orbit eingetreten. Auch der südkoreanische Verteidigungsminister Lee Sang Hee sagte, alle Teile der Langstreckenrakete seien ins Meer gestürzt. Deswegen könne kein Satellit ausgesetzt worden sein.

Nach dem Start in Musudan-ri im Nordosten Nordkoreas stürzte die erste Stufe der Rakete etwa 280 Kilometer vor der japanischen Westküste ins Meer, wie das Verteidigungsministerium in Tokio mitteilte. Die zweite Stufe schlug demnach vermutlich 1 270 Kilometer von der Nordostküste Japans entfernt im Pazifik auf.

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