UN soll Mandat verlängern
Tote bei Abstürzen im Irak

Im Irak sind innerhalb von 24 Stunden ein Militärhubschrauber und ein Aufklärungsflugzeug abgestürzt, dabei sind insgesamt acht ausländische Soldaten und ein Iraker ums Leben gekommen. Die Ursache für die Unglücke blieb am Dienstag unklar. Trotz anhaltenden Terrors zeigte sich Bush mit der Entwicklung in dem Golf-Staat zufrieden.

HB BAGDAD/NEW YORK. Vier Italiener kamen ums Leben, als ihr Helikopter in der Nähe des italienischen Hauptquartiers in Nassirija abstürzte. Der Hubschrauber soll nicht in Kampfhandlungen verwickelt gewesen sein. Am Montagabend starben in Chanakin rund 100 Kilometer nordöstlich von Bagdad beim Absturz einer Aufklärungsmaschine der neuen irakischen Luftwaffe vier Angehörige der US-Luftwaffe und ein irakischer Soldat.

An einem Armee-Kontrollpunkt in der Nähe von Bakuba riss ein Selbstmordattentäter mit einer Autobombe zwei irakische Soldaten mit in den Tod. In Hit entdeckten Polizisten die Leichen von vier Kollegen, die nach Angaben von Ärzten am Vortag erschossen worden waren. In Tikrit entführten Unbekannte in Polizeiuniformen einen Bankdirektor. Wie aus Sicherheitskreisen verlautete, wurde in der nahe gelegenen Ortschaft Al-Dur ein weiterer Iraker von Männern in irakischen Armeeuniformen verschleppt. Seine Leiche wurde später an einer Landstraße gefunden.

Der irakische Parlamentspräsident Hadschim al-Hassani warf den US- Truppen vor, sie respektierten die Souveränität der Regierung nicht. In einer Parlamentssitzung sagte er, die vorübergehende Festnahme des Vorsitzenden der größten Partei der sunnitischen Araber im Irak, Mohsen Abdel Hamid, am Vortag, sei „eine Souveränitätsverletzung, die wir nicht akzeptieren“. Der Chef der Islamischen Partei war von US- Soldaten zusammen mit drei Söhnen in seinem Haus festgenommen worden. Nach Intervention von Politikern ließen ihn die Amerikaner frei und räumten ein, die Festnahme sei ein „Fehler“ gewesen.

Regierungschef Ibrahim al-Dschafari versprach, dafür zu sorgen, dass sich derartige Vorfälle nicht wiederholen. Zudem versicherte er, seine Regierung befürworte eine Verlängerung des Mandats der multinationalen Truppen, „bis wir die Terroraktionen unter Kontrolle bekommen.“ Vor dem Sicherheitsrat in New York sagte Außenminister Sebari: „Mit der Ausführung ihres Mandats haben sie (die Truppen) Irak zu einem Jahr des historischen und dramatischen Fortschrittes zu Demokratie und Stabilität verholfen“ Sein Land brauche den Beistand, bis der politische Prozess mit Wahlen Ende des Jahres abgeschlossen sei oder der Irak allein für seine Sicherheit sorgen könne.

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