UN-Sondervermittler zu Syrien
„Wie oft müssen wir noch die Gewalt verurteilen?“

Mit einem dramatischen Appell hat Sondervermittler Kofi Annan den UN-Sicherheitsrat zum Handeln aufgefordert - und für die Umsetzung seines Friedensplans für Syrien plädiert. Viel könnte jetzt vom Iran abhängen.
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Damaskus/Istanbul/New YorkSyrien brennt und die Spitzen der Vereinten Nationen fordern Taten - doch der Sicherheitsrat ist trotz aller Beteuerungen zur Einigkeit uneinig. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und Sondervermittler Kofi Annan haben das mächtigste UN-Gremium zum Handeln aufgefordert.

Doch trotz neuer Massaker konnte sich der Rat in fast dreistündiger Beratung nicht auf eine Reaktion einigen. Eine neue Kontaktgruppe könnte wieder Fahrt in die verfahrene Situation bringen. Erst kurz zuvor hatte eine neues Massaker an Zivilisten - darunter viele Frauen und Kinder - die Welt schockiert.

„Es liegt jetzt am Rat, einen einheitlichen Kurs zu finden. Die Menschen fordern, dass wir handeln“, sagte Ban. „Wir brauchen Taten, aber wir müssen mit einer Stimme sprechen.“ Es gebe nur wenige Hinweise, dass das Regime sich an den Friedensplan halten wolle.

„Wie oft müssen wir noch die Gewalt verurteilen? Wie oft sollen wir noch sagen, dass wir empört sind?“ Ein umfassender Bürgerkrieg sei nah, den könnten auch Terroristen nutzen. „Und wir haben Hinweise auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen. Die internationale Gemeinschaft muss jetzt handeln.“

Sein Friedensplan sei noch nicht gescheitert, sagte Annan. „Ich glaube nicht, dass der Plan tot ist. Wir beraten, was wir tun können, damit der Plan lebt.“ Zudem gebe es kaum Alternativen. „Ansonsten bekommen wir einen umfassenden Bürgerkrieg.“ Der würde sich nicht auf das Land begrenzen lassen. „Syrien ist nicht Libyen. Es würde nicht implodieren, es würde explodieren und die ganze Region mitreißen.“ Schon jetzt sei das Land „in einer Art Bürgerkrieg“.

Annan hofft auf eine neue Kontaktgruppe von einzelnen Ländern, die Einfluss auf Damaskus haben. „Die Frage ist einfach, wie wir die syrische Regierung dazu bekommen, den Friedensplan zu befolgen.“ Zu der Kontaktgruppe könnten die USA, China, Russland, Großbritannien und Frankreich und auch regionale Mächte wie die Türkei und Saudi-Arabien gehören. Auch der Iran: „Iran ist ein wichtiges Land in der Region und hoffentlich ein Teil der Lösung.“ Alle müssten dafür sorgen, „dass die ganze Region nicht in die Luft fliegt.“

Kommentare zu " UN-Sondervermittler zu Syrien: „Wie oft müssen wir noch die Gewalt verurteilen?“"

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  • solange bis die usa aufhören, die terroristen gegen das syrische volk zu unterstützen.

  • KarlHeinrich, wem kann der kleine Mann noch glauben??? Zur UNO nur so viel, dies ist der bestbezahlte Lügenklupp der Welt, mehr muss man dazu nicht sagen.
    Danke

  • Fällt denn keine hier auf, dass die "Opposition" auch Aktivisten genannt immer genaue Angaben über die getöteten machen kann? Das ist doch ein wissen welches nur der oder die Täter haben können.

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