UN-Staaten sollen verstärkt zivile Experten für internationale Friedensmissionen ausbilden
UN-Sicherheitsrat: Krisenregionen müssen schneller Hilfe erhalten

Die internationale Gemeinschaft müsse ihr Engagement für das zivile Krisenmanagement verstärken. Dies sei für die Strategie eines militärischen Rückzugs aus Konfliktgebieten und der Schlüssel für den Wiederaufbau von Staaten.

HB NEW YORK. Der UN-Sicherheitsrat hat die internationale Gemeinschaft zu einem verstärkten zivilen Krisenmanagement aufgerufen. Eine starke zivile Komponente sei wesentlich für die Strategie eines militärischen Rückzugs aus Konfliktgebieten und der Schlüssel für den Wiederaufbau von Staaten, hieß es in einer am Mittwoch nach einer Sicherheitsratssitzung verabschiedeten gemeinsamen Erklärung. Unter anderem sollten die UN-Mitgliedstaaten schnelle zivile Krisenreaktionsteams bilden.

Bundesaußenminister Joschka Fischer sprach sich für schnellere und sichtbare internationale Hilfe in Konflikten aus, selbst wenn es manchmal noch zu früh für einen umfassenden Wiederaufbau sei. „Wir sollten einen Instrumentenkasten für zivile Friedensmissionen entwickeln und schnell einsetzen.“ Die UN-Staaten sollten verstärkt zivile Experten für internationale Friedensmissionen ausbilden, sagte Fischer. „Militärische Stabilisierung muss Hand in Hand mit dem Wiederaufbau von zerfallenen Gesellschaften und Staaten gehen.“ Das bedeute für die internationale Gemeinschaft auch eine stärkere finanzielle Last.

Angesichts des Anschlags auf das UN-Hauptquartier in Bagdad vor gut einem Jahr forderte UN-Generalsekretär Kofi Annan von den UN-Staaten erneut den Schutz von UN-Personal durch Truppen. Es müsse ein „vernünftiges Gleichgewicht“ zwischen den Risiken des Krisenengagements und dem zivilen Beitrag hergestellt werden. Angesichts knapper Ressourcen der UN müssten die Ziele von Friedensmissionen genau definiert und Prioritäten gesetzt werden.

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